Review: Kramp – Gods of Death

Release 25.11.2020

Line-up: Mina Walkure (Vox), Sara C (Gitarren), David (Gitarren), Lap (Bass) und Albert von Krow (Drums).

Spanien. Ein Land, das ich aus metallischer Sicht hauptsächlich durch Power Metal und Bands wie WarCry, Avalanche, Dark Moor und Mägo de Oz, Saratoga und seit 2010 auch Dragonfly kenne, kann offensichtlich auch epischen Heavy Metal hervorbringen. Hier haben wir nun das Debüt-Album Gods of Death von Kramp.

Auf den folgenden knapp 38 Minuten werden Anhänger des Genres verzückt mit den Ohren schlackern. Als ich zum ersten Mal das Video zu „Speed of Light“ gesehen habe, kam mir unweigerlich das Debüt The Curse of Crystal Viper von ebendiesen in den Sinn. Im allerpositivsten Sinne! Hier wird nicht nur Heavy Metal gespielt, sondern er wird zelebriert. Treibendes Drumming, exquisite Gitarrenläufe bzw. –soli und eingängige Melodien werden mit der unverwechselbaren Stimme von Frontfrau Mina garniert und als schmackhaftes Menü dem Hörer kredenzt. Da jubelt der Kenner.

Nach einigen Wechseln in der Besetzung inklusive dem Tod des Drummers Ángel Sasso (!!!) im Jahre 2016 – RIP – (zu hören auf der EP Wield Revenge aus demselben Jahr, welche mein geschätzter Kollege Blaze Breeg bereits auf unserem Blog rezensiert hat) scheinen Kramp sich schließlich gefunden zu haben und hauen hier einen Epic Metal-Hit nach dem anderen raus. Besonders hervorheben möchte ich die Songs „Assault“ (drei Minuten exzessives Fistpumping ersetzen mein tägliches Armtraining) und das zuvor angesprochene „Speed of Light“. Solche Ohrwürmer MÜSSEN gehört werden! Herausgestochen ist ebenfalls das ausschließlich choral vorgetragene „Deorum Mortem“. Auch wenn hier keine Instrumente am Werk sind, so wird hier eine Spannung aufgebaut, die ihresgleichen sucht. Es wirkt wie eine Art Kirchenchor, was durch den verwendeten Hall noch zusätzlich verstärkt wird. Mit einem starken Riff wird danach der Titeltrack eingeläutet. Diese Gitarrenläufe während der Strophen sägen sich in die Untiefen eures Gehirns, bis dann schließlich alles grölt „Haiiiiiiiil to the goooods of deaaaath!“ Ihr merkt bestimmt, dass ich aus dem Schwärmen nicht mehr herauskomme. Lange Zeit lag mein Steckenpferd im europäischen Power Metal, weswegen ich bei Songs wie „Walkyrie“ und „Leather Warrior“ wegen der unglaublich eingängigen Refrains voll auf meine Kosten komme. Hier steckt pure Leidenschaft drin, die man zu jeder Sekunde hören kann.

Fazit: Ich denke an Gods of Death werden Genrefans und solche, die es werden möchten, auf jeden Fall ihre Freude haben. Hier ist für jeden etwas dabei, der auf die klassische Spielart des Metal steht. Auch jene, die ihr Herz an die glorreichen 80er verloren haben. Da ich mich zu allen der zuvor genannten Gruppen zähle (abgesehen davon, dass ich bereits Fan des Genres und vor allem der gesamten Szene bin), werde ich mir dieses Stück Stahl aus Spanien auf jeden Fall ins Regal stellen und das rate ich euch auch, wenn ihr wisst, was gut ist. Daher eine fette KAUFEMPFEHLUNG!

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