Interview: Robert Lowe (deutsche Version)

Für mich ist jedes Interview auf unserem Blog etwas ziemlich Besonderes. Ich mag es, mit Künstlern aus aller Welt über meine favorisierten Genres, deren Musik und Sichtweisen sowie viele andere Themen zu sprechen. Trotzdem gibt es manche Interviews, die sehr besonders sind. Ihr wisst sicherlich, was ich meine. Heute dürfen wir euch ein Interview präsentieren, das perfekt in die oben genannte Kategorie passt, denn ich hatte die Gelegenheit, mich mit „the epic voice of doom“, Robert Lowe (Ex-Solitude Aeturnus, Ex-Candlemass, Tyrant, Grief Collector…), zu unterhalten. Viel Spaß beim Lesen!

Note: A few days ago, we published an English version of this interview. Thanks a lot for your feedback so far. We really appreciate your comments on our articles. Besides, we’re really glad that Robert was happy with the final result, too.

Robert, was war die letzte Platte, die du dir vor diesem Interview angehört hast? Ich bin in dieser Hinsicht ziemlich „berechenbar“, um es mal so zu formulieren: Es war Downfall… um in die richtige Stimmung für unser Gespräch zu kommen.

Robert Lowe: Oh, ich glaube, ich habe mir Cheap Trick angehört… ja, es war das Original ihres Debütalbums.

Hörst du dir regelmäßig deine eigenen Alben an?

Nicht regelmäßig, aber ab und zu mal. Offensichtlich mag ich das Material, denn wir haben es schließlich geschrieben. Sehr oft verlangt mein Gemüt exakt nach dem, was wir komponiert haben.

Im Moment bist du in einigen sehr interessanten Bands und Projekten involviert. Zunächst würde ich mich mit dir gerne über Tyrant unterhalten. Ich liebe euren letzten Output Hereafter. Für viele Fans war es recht überraschend, dass du dich dieser Band angeschlossen hat. Einfache Frage: Wie ist es dazu gekommen?

Nun, im Jahr 2017 hatten Greg und Rocky schon ein bisschen Material für die Platte. Offensichtlich gab es Schwierigkeiten, Glen (Sänger auf allen bisherigen Tyrant-Alben, BB) in das Projekt zu involvieren, oder was auch immer, ich habe keine Fragen gestellt. Glen kannte ein paar Sachen von Solitude und einer seiner Freunde ist ein guter Freund von uns. So schlug er vor: „Warum rufst du nicht einfach Robert an? Er könnte interessiert sein.“ Nun, Greg rief mich an: „Hi Rob, wie sieht’s aus bei dir?“ Wir redeten eine Weile, weißt du, er ist ein Junge aus Texas, ich bin ein Junge aus Texas. So sprachen wir eine Zeit lang miteinander. Er fragte schließlich: „Wärest du interessiert?“ Ich dachte mir: „Warum zum Teufel sollte ich das eigentlich nicht sein? Legen wir los!“ Und es ist im Grunde genommen so simpel gelaufen. Als nächstes, weißt du, bin ich in Kalifornien, um Demos aufzunehmen.

Würdest du auch etwas von ihren älteren Sachen – sagen wir Warriors of Metal von ihrem Debütalbum Legions of the Dead – im Rahmen eines Konzertes singen wollen?

Ja, ich hätte überhaupt kein Problem mit ihrem alten Material. Hoffentlich können wir bald rausgehen und wieder spielen!

Ich drücke euch – und uns – die Daumen!

Wir werden auf jeden Fall etwas vom älteren Material bringen, weil die Fans das hören möchten. Wenn wir eine Deep Purple-Show besuchen, möchten wir zum Beispiel „Smoke on the Water“ hören. Wenn das nicht kommt, würdest du nachher fragen: „Hey, warum haben sie das nicht gespielt?“ Also, ich lehne gar nichts ab.

Was hältst du generell von Hereafter?

Wir sind wirklich begeistert vom neuen Album. Es ist etwas eckiger als das alte Tyrant-Material. Das war, meiner Meinung nach, geradliniger Power Metal.

Für mich ist Rockys Gitarrenarbeit auf Hereafter absolut großartig. Was hältst du von seinem Stil?

Ja, sie ist perfekt, ich meine, vor allem für das, was wir machen und was wir geschrieben haben. Es war einfach, meinen Gesang mit seiner Spielweise zu verbinden. Weißt du, es ist halt… Metal. Ich liebe viele von den Sachen, die er macht. Wir verbrachten zwei Wochen in Kalifornien im Haus von Bill Metoyer und wir sind im Studio prima miteinander klargekommen! Tatsächlich verbrachte ich 90% der Zeit dort nur mit Rocky. Es ging so: „Wir machen dieses, wir machen jenes.“ Es gab keine Schwierigkeiten.

Kannst du einen Lieblingssong auf Hereafter hervorheben?

„Bucolic“ ist mein persönlicher Favorit. Es hört sich wie eine Klischeeantwort an, aber, ganz ehrlich, ich mag alles auf der Platte, die Songs sind alle gut. „Hereafter“, „Beacon on the Light“ und ich sage dann immer noch: „Nun, den da mag ich aber auch!“ Aber „Bucolic“ war der erste, der mich berührt hat, es war eine Art „erste Liebe“, falls das irgendeinen Sinn ergibt.

Für mich ist es nahezu unmöglich, mich zu entscheiden… vielleicht „Fire Burns“, „Dancing on Graves“ oder der Titelsong… nun, ich weiß es echt nicht…

Ja, ich habe gesehen, dass viele Leute auf „Fire Burns“ und „Dancing on Graves“ stehen, das ist cool. Wenn ich Hereafter auflege, lasse ich es einfach laufen. Es ist ein klasse Album. Es gibt kein Füllmaterial darauf, das steht fest.

Mit Sicherheit nicht, das stimmt. Und es verdient viel mehr Aufmerksamkeit, wenn du mich fragst…

Ich meine, es erhält schon Aufmerksamkeit, wir schaffen es in einige der „Top 10-Alben des Jahres“-Listen (und ob, BB), wir haben einige Interviews gegeben, für das Sweden Rock Magazine, den Metal Hammer und für viele mehr. Ehrlich gesagt, kann ich mich nicht mehr an alle erinnern. Nun, das Album erhält durchaus Aufmerksamkeit in einigen der Metal-Magazine, das ist schön.

Wie würdest du Hereafter stilistisch einordnen?

Persönlich betrachte ich es als soliden Heavy Metal mit einer Prise Doom. Ich meine, es verfügt über beide Elemente. Es ist weder komplett das eine noch das andere.

Im nächsten Jahr wird es auch einen neuen Release von Grief Collector geben. Der Teaser hört sich sehr vielversprechend an. Was dürfen wir erwarten? Klassischen, kraftvollen Epic Doom von vorne bis hinten? Wie „Eyes of Fog“? Ich würde mich darüber nicht beklagen…

Ja, En Delirium, wir waren in der Lage, ein komplettes Album machen. Wir konnten auf den ersten fünf Songs der EP oder des Albums, ich weiß nie, wie man es nennen soll, aufbauen. Es hat irgendwie alles. Wir konnten mehr ausprobieren, denn wir hatten mehr Material, das letztendlich für ein vollständiges Album ausreichte. Ich, für meinen Teil, bin total glücklich mit der gesamten Angelegenheit. Es handelt sich dabei um geradlinigen Doom. Matt ist für die Gitarren und die Bässe verantwortlich, er ist ein ausgezeichneter Musiker. Brad bringt wirklich gute Riffs ein, hauptsächlich aus seinem Kopf – und er sagt Matt dann: „Hey, mach‘ dieses, mach‘ jenes!“ Und Matt macht aus all dem etwas Monströses. Dies wird definitiv ein klasse Projekt. Es ist eines dieser Alben, die man auflegen und… – ganz ehrlich, sogar nach meinem eigenen Geschmack und meiner Meinung nach – man kann das ganze Ding einfach laufen lassen. Man muss nichts skippen, weil Lied 5 oder so ätzend ist. Wenn du im Auto sitzt, leg‘ das Album auf und du hast danach nichts mehr zu tun.

Hast du alle Lyrics geschrieben?

Nein, Brad hat sich darum gekümmert. Am Anfang, als ich zum ersten Mal zu Grief Collector gestoßen bin, war ich immer noch dabei, Lyrics für das Tyrant-Album zu schreiben. Daher sagte ich Brad zu jener Zeit: „Wenn du Material hast, nimm das. Das ist für mich vollkommen in Ordnung.“ Er schreibt großartige Lyrics. Wir haben nicht wirklich etwas an ihnen verändert. Wir gingen ins Studio und ich habe sofort die Sachen eingesungen, die er geschrieben hatte, denn seine Lyrics sind eben einfach gut. Man kann es so übernehmen, es ist prima.

Du scheinst wirklich Spaß dabei zu haben.

Ja, wir sind ein klasse Team! Ich genieße es wirklich, mit Grief Collector zu arbeiten. Wir verstehen uns, als ob wir schon seit hundert Jahren zusammenspielen würden – dabei bin ich in Wirklichkeit erst zweimal in Minnesota gewesen. Beim ersten Mal, um die EP – du weißt, ich habe keine Ahnung, wie ich es nennen soll – zu machen, beim zweiten Mal war ich wegen En Delirium dort. Aber, wie ich sagte, wir kommen im Studio so miteinander zurecht, als ob wir schon seit hundert Jahren gute Kumpel wären! Es ist eine starke Kombination, es funktioniert super – im Studio gibt es überhaupt keine Probleme. Es geht einfach so: „Los, du machst das, ich mache jenes. Lass es uns wie ein Sandwich zusammenfügen.“

Ich genieße es wirklich, mit Grief Collector zu arbeiten. Wir verstehen uns, als ob wir schon seit hundert Jahren zusammenspielen würden.

Robert Lowe ist begeistert.

Wo findest du eigentlich generell die Inspiration für deine Lyrics? Du hast schon so viele Texte geschrieben…

Ich schöpfe aus meinem Inneren. Ich mag es nicht, Fantasy-Lyrics und diese „Girlfriend-Rock’n’Roll“-Texte zu schreiben. Alles, was ich verfasse, basiert buchstäblich auf persönlichen Erfahrungen, die ich im Leben gesammelt habe, ich verarbeite meine Lebenserfahrung. Grundsätzlich sind alle Texte, die du von mir liest, komplett persönlich. Und wenn du meinen Code dechiffrieren kannst, dann weißt du eine Menge über mich.

Und die gleiche Frage bezüglich deiner Gesangslinien: Wie kreierst du sie? Sie sind unheimlich einprägsam.

Nun, wie kreiere ich sie? Es mag sich unglaublich albern anhören, aber normalerweise passiert das Folgende: Für gewöhnlich habe ich mein eigenes Notizbuch mit Lyrics. Wir schreiben die Musik oder jemand anderes schreibt die Musik oder ich schreibe die Musik. Wenn ich mir eine Musikaufnahme zu Gemüte führe, höre ich in meinem Kopf, welche Lyrics dafür infrage kommen. Ich weiß nicht, wie ich das erklären soll. Ich höre schon ganz am Anfang – ich sage es erneut: es klingt albern – in meinem Kopf, was ich tun werde. Es ist nicht so, dass ich mich hinsetze und über den Chorus, die Strophe oder den Pre-Chorus nachdenke. Es kommt buchstäblich einfach raus.

Zurück zu Grief Collector im Besonderen: Gibt es irgendwelche Pläne für Live-Gigs mit der Band – vorausgesetzt, dass diese verdammte Pandemie es zulässt…

Wir hatten einige Shows und Festivals am Anfang des Jahres geplant – die sind natürlich allesamt abgesagt worden, was mir echt auf den Sack geht! Ja, ich hoffe wirklich, dass wir bald wieder spielen können. Ich würde mich sehr darüber freuen, das Grief Collector-Material live auf der Bühne zu bringen.

Dürfen wir, im besten aller denkbaren Fälle, auf ein paar Gigs in Europa hoffen?

Darüber ist bis jetzt kaum gesprochen worden. Aber es gibt definitiv einen Wunsch, etwas in Übersee zu machen. Skandinavien, Deutschland… wir würden gerne eine kurze Tour machen, das wäre großartig.

Wunderbar! Im Moment gibt es noch eine andere interessante Kollaboration mit Andy DiGelsomina. „Entombed by Choice“ klingt fantastisch, wegen deines Gesangs und Andys wunderbarer Gitarrenarbeit. Ein sehr persönlicher und emotionaler Song mit einem traurigen Hintergrund. Was kannst du unseren Lesern über dieses Projekt erzählen?

Andy ist ein großartiger Gitarrist, ein toller Musiker. Ich bin jedes Mal hin und weg, wenn er mir Material schickt. Ich denke immer: „Verdammt, der Mistkerl kann spielen!“ (lacht) Den ersten Song haben wir vor ein paar Jahren gemacht, es dauerte eine Weile, bis er veröffentlicht wurde. Aber es gibt tatsächlich noch einen anderen Track, an dem ich gerade jetzt für Andy arbeite. Die Musik ist abermals, meiner Meinung nach, unglaublich heavy. Ich habe es mir gestern angehört und dachte mir wirklich: „Dieser Scheiß ist heavy!“ Es sieht vielversprechend aus.

Deine Stimme ist nach vielen Jahren im Geschäft immer noch großartig. Wie machst du das eigentlich?

Viel Bier und reichlich Zigaretten! (lacht) Ich bin einfach dankbar. Ehrlich gesagt, sind Bier und Zigaretten eigentlich wirklich das Einziges, was ich hier nennen kann.

Grundsätzlich sind alle Texte, die du von mir liest, komplett persönlich. Und wenn du meinen Code dechiffrieren kannst, dann weißt du eine Menge über mich.

Robert Lowe

Auf unserem Blog fokussieren wir uns auf Epic Metal und Epic Doom Metal. Wie würdest du, als „the epic voice of doom“, den Begriff „Epic Metal“ definieren? Was macht einen Song episch?

Für mich muss es bombastisch sein, wie ein symphonisches Stück, das dich auf eine Reise mitnimmt: von Höhen zu Tiefen, von hart bis soft – wie ein Theaterstück, bestehend aus mehreren Akten. Es brummt nicht die ganze Zeit, für 10 Minuten, auf einem verfluchten Riff vor sich hin, denn das kann jeder. Für mich ist es eine Reise. Natürlich muss es verdammt hart sein. Abgesehen von der musikalischen Reise, muss die Ausgestaltung des Gesangs Emotionen im Hörer hervorrufen. Lass es mich so formulieren: Man könnte den Gesang herausnehmen und die Musik funktioniert trotzdem immer noch. Auch der Gesang könnte sich selbst tragen. Aber, wie ich bereits sagte, wenn der Gesang keine Emotionen hervorruft, dann ist es nicht wirklich episch. Ich mag es nicht, den ganzen Tag über Kerker und Drachen zu singen…

Offensichtlich nicht…

Ja, für mich muss es persönlich sein! Diese Art von Lyrics, dazu die musikalische Reise – das ist, was Epic Doom Metal ausmacht.

Kannst du eine Lieblings-Epic Metal-Band nennen? Welche Alben magst du besonders?

Das ist schwierig zu sagen, weißt du, ich höre mir so viel Klamotten an. Der frühere Candlemass-Stoff ist episch. Wer macht das sonst noch? (denkt eine Weile nach) Ich meine, es ist wirklich schwierig zu sagen, ich bin ein Riesenfan von Trouble, aber ich würde sie nicht als episch bezeichnen. Oh mein Gott, ich kann solche Fragen niemals beantworten. Nie! Wenn ich auflege, sage ich: „Oh, fuck!“ (lacht) Aber, nein, jetzt weiß ich, wen ich sehr mag: Amorphis, mit ihrer folkisch angehauchten Musik, mit den verdammt harten Gitarren, mit diesem klaren und dem Krümelmonster-Gesang. Solche Sachen. Weißt du, ich meine, vielleicht auch My Dying Bride, aber das ist eher so eine dronige Art von Doom Metal. Aber das ist für mich wirklich eine Frage, die ich nur schwer beantworten kann…

Gibt es irgendwelche talentierten Epic Doom Metal-Bands, die du unseren Lesern gerne ans Herz legen würdest?

Ehrlich gesagt, habe ich mir in letzter Zeit nicht viel angehört. Ich habe schon seit einer Weile nichts mehr erkundet. Ich bin mir nicht zu 100% sicher, was es da draußen gerade alles so gibt.

[An dieser Stelle habe ich Crypt Sermon empfohlen.]

Was denkst du generell über die aktuelle nordamerikanische Metalszene?

Gibt es eine? (lacht)

Nun, das ist die Frage…

Okay, ich habe sie bislang nicht bemerkt. Wenn du von dem Mist sprichst, den sie im Radio spielen, das ist Scheiße, definitiv.

Gibt es irgendwelche nennenswerten Unterschiede zwischen den Metalfans in Nordamerika und in Europa?

Ich denke, die Metal-Gemeinde als Ganzes betrachtet ist, egal, wo man sich aufhält, eine richtig gute Gruppe von Individuen.

Das stimmt definitiv.

Es spielt wirklich keine Rolle, ob du zehn oder 15 Leute in irgendeinem Drecksloch in San Francisco vor dir hast oder ob du beim Sweden Rock Festival vor 800 Millionen spielst – es ist immer dasselbe, und ich meine das nicht negativ! Es ist eine Gruppe von tollen Leuten. Sie sind hingebungsvoll und loyal, ich meine, einfach klasse Typen.

Was ist dein Lieblingsfestival in Europa?

Ich mag es, auf Wacken zu spielen, dieses Festival ist nett. Bang Your Head! in Balingen ebenfalls. Nun, natürlich kann auch beim Sweden Rock nichts schiefgehen – ich meine, das toppt alle anderen, es bietet dir alles, egal, was! Und dann gibt es noch ein anderes, ich bin mir nicht sicher, ich kann mich nicht erinnern, war das in Trondheim? … (lacht) Das ist einige Biere, ich meine Jahre her… 

Ich bin mir sicher, dass sich die Fans, die dich auf der Bühne gesehen haben, daran erinnern! Nun, lass uns zu einem ganz anderen Thema kommen. Welches Album würdest du jemandem empfehlen, der mit dem Solitude Aeturnus-Material nicht sehr vertraut ist?

Oh, aus dem Kopf, also ganz spontan, würde ich mich für Alone entscheiden. Ja, das, Alone… Aus meiner Perspektive, wenn ich dir eine Empfehlung aussprechen würde, würde ich sagen: Beginne mit Alone und gehe dann zurück, hole dir Adagio, höre dir Beyond the Crimson Horizon an und dann solltest du noch Into the Depth of Sorrow in deiner Sammlung haben. Nichtsdestotrotz muss ich sagen, dass ich Downfall mag. Ich bin immer noch nicht glücklich mit dem Mastering, es hat wirklich den Sound verändert, einige Leute haben über das Mastering gemeckert, aber wir hatten damit rein gar nichts zu tun. Downfall ist unser eklektischstes Album. Wir haben viel experimentiert, haben viele unterschiedliche Wege eingeschlagen. Lyle hat Songs geschrieben, ich habe Songs geschrieben, weißt du, Edgar hat Songs geschrieben, jeder hat Songs geschrieben. Jeder hat unterschiedliche Stücke zusammengefügt. Es war, als ob man unterschiedliche Speisen auf einen Tisch stellt: Jemand brachte Hamburger mit, ich kam mit Huhn, ein anderer hatte Tacos dabei – dann haben wir alles zusammengefügt.

Könntest du einen Lieblingssong von Solitude Aeturnus nennen?

Ich würde mich für „Scent of Death“ entscheiden. Die Lyrics sind hier, für mich, sehr wichtig. Das ist eine epische Zehn-Minuten-Walze. Aber dann würde ich in der Diskografie abermals zurückgehen und mir „The Final Sin“ oder „Plague of Procreation“ anhören. Die sind beide ebenfalls gut.

Letzte Frage: Was ist die wichtigste Lektion, die du in diesem Jahr gelernt hast?

Nun, die Quarantäne war traurig, die ganze Zeit zu Hause bleiben. Ehrlich gesagt, abgesehen davon, dass man nicht live spielen kann, hat sich gar nicht so viel wirklich verändert. Ich reise immer noch, ich mache immer noch Musik, wir machen einfach weiter. Aber, ich würde sagen, dass die Musikindustrie im Ganzen gesehen am härtesten getroffen worden ist. Niemand spielt… dieser Covid-Scheiß muss aufhören, er versaut einfach alles, alles, Mann!

Das stimmt, leider… Robert, vielen Dank für deine Zeit. Es war ein großes Vergnügen. Bleib gesund! Ich wünsche dir für das nächste Jahr nur das Beste!

Danke dir! Pass auf dich auf, und lass uns in Kontakt bleiben, Bruder!

Eine meisterhafte Darbietung einer der besten Bands aller Zeiten (BB).

2 Kommentare zu „Interview: Robert Lowe (deutsche Version)

  1. Seit ihrem Debut begleiten mich Solitude Aeturnus. Ich war seit dem Candlemassalbum – Epicus Metallicus Doomicus (1986 erworben) total vom Doommetal angefixt. Trouble und St. Vitus kamen dazu. Dann eben Solit. Aeturnus. Die von euch geposteten Songs sind ja der Hammer. Weh oh Weh mir.

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