Interview: Gladius Dei

Wie ihr wisst, möchten wir euch auf unserem kleinen Blog immer ganz besondere Perlen aus dem Underground präsentieren. Dies ist heute zweifellos der Fall: Chris Blackwood vom ungemein spannenden Einmann-Projekt Gladius Dei, der kürzlich sein Debüt Long Gone Ghosts herausgegeben hat, stand uns sehr umfassend Rede und Antwort. Viel Spaß beim Lesen.

Hi Chris, danke dir für deine Zeit. Wie geht es dir?

Chris Blackwood: Danke! Aktuell geht es mir wieder sehr gut, nachdem ich mir vor kurzem das Covid-Virus eingefangen habe. Aber ich und meine Familie haben es gut überstanden! Ansonsten kann ich nicht klagen, persönlich und musikalisch läuft alles wunderbar!

Fangen wir mal mit einer meiner Klassiker-Fragen an: Welches Album hast du zuletzt vor diesem Interview gehört?

Ich sollte jetzt wohl ein unbekanntes Kult-Album oder einen unsterblichen Klassiker nennen. Aber es war tatsächlich die selbstbetitelte Weiße von Candlemass, also keins von beiden…

Bist du eigentlich ein leidenschaftlicher Vinyl-Sammler?

Ja, absolut! Und nicht nur das. Wenn mich ein Album packt, ist es mir gleich, auf welchem Format es erscheint. CD, Vinyl, Tape, Download – ist alles gern gesehen, wenn die Musik geil ist. Und ich habe glücklicherweise eine Frau, die meine Sammelleidenschaft nicht nur billigt, sondern auch noch unterstützt. Rotting Christ– und Sodom-Vinyl geht jedenfalls auf ihre Kappe!

Die meisten Leser werden Gladius Dei sicherlich noch nicht kennen. Erzähle uns doch bitte etwas darüber. Welche musikalische Vision verbirgt sich dahinter?

Ich habe viele Jahre in diversen Punk-, Alternative- oder Mittelalter-Rock-Bands gespielt. Entweder habe ich gesungen, Gitarre oder Bass gespielt. Meine Liebe zum Heavy Metal konnte ich aber in keiner dieser Bands so richtig ausleben. Vor 1,5 Jahren habe ich begonnen, mich mit den Möglichkeiten des Home Recordings vertraut zu machen. Das war zunächst nur als Hobby gedacht. Dann haben sich aber schnell ein paar sehr gute Ideen ergeben, bei denen ich merkte: „Hey, das ist zu schade, um es einfach in der Schublade versauern zu lassen.“ Also habe ich mich richtig reingekniet. Wieder viel Gitarre geübt, Songideen ausgearbeitet und mich weiter mit meinem Heimstudio beschäftigt. Prinzipiell bin ich stark vom Doom und Death Metal geprägt. Ersteres habe ich auch mit in mein Material eingearbeitet, Letzteres bemerkt man eher rudimentär in der soundmäßig rauen Ausrichtung. Der Grundgedanke war dann tatsächlich sehr profan. Ich wollte irgendwas in der Doom-Richtung schreiben und aufnehmen. Dabei wollte ich aber keinesfalls Bestehendes kopieren. Ich glaube, dass mir gerade dieser Punkt sehr wichtig ist. Ich will keine neue Musik erfinden, das geht auch gar nicht. Aber ich möchte auch nicht austauschbar klingen. Deshalb kann es bei mir eher punkig angehauchtes wie „Wolves Eating Wolves“ oder „Smile at Death“ geben, aber auch einen klassischen Doomer wie „Sheol“. Ich setze mir da selbst keine Grenzen. Doom Metal als Ausgangspunkt ist mir wichtig, aber meine Ideen können mich auch in ganz andere Richtungen tragen. Aufgrund meiner Hörgewohnheiten dürfte sich aber auch der Einfluss von Iron Maiden, Motörhead und vielen Doom-Bands bemerkbar machen.

Ich will keine neue Musik erfinden, das geht auch gar nicht. Aber ich möchte auch nicht austauschbar klingen. 

Chris Blackwood

Welche Musiker haben dich am meisten inspiriert?

Der erste und wichtigste, der mir einfällt, ist klischeehaft, aber wahr: Steve Harris. Ohne die Entdeckung von Iron Maiden wäre mein Leben definitiv anders verlaufen. Wie viele andere auch, wurde ich durch Alben wie Killers, Powerslave und The Number of the Beast zum Metal-Fan, was mich dann letztendlich auch selbst zum Musikmachen führte. Für mein Selbstverständnis als Musiker war Lemmy von Motörhead auch sehr wichtig. Diese knallharte Attitüde, eine musikalische Vision ohne Rücksicht auf Publikumserwartungen, Trends oder soundästhetische Gesichtspunkte durchzuziehen, ist bewundernswert. Und die kann man auch von niemandem besser lernen. Im Doom-Bereich sind die Urväter von Black Sabbath ganz wichtig für mich. Ich glaube, dass ich jede Note von ihnen auswendig kann. Auch in puncto Gitarrentechnik habe ich mir das eine oder andere von Tony Iommi abgeschaut. Damit es jetzt nicht ganz so mainstreamig wird, nenne ich noch ein paar Doom-Bands, die mich soundmäßig sehr inspirieren: Saint Vitus, Candlemass, Doomraiser, Forsaken, Ecclesia, Albez Duz, Pagan Altar, Old Mother Hell und natürlich Iron Void. Letztere schätze ich ganz besonders, und ich würde gerne mal einen ihrer Songs covern! Wenn es um die Spielweise auf der Gitarre geht, sind die prägendsten für mich Tony Iommi, Dave Chandler (Saint Vitus), Phil Campbell (Motörhead) und Neil Young.

Den Klassiker gibt es hier.

Kannst du uns noch bitte etwas zur Wahl des Namens sagen. Viel epischer geht es ja kaum…

Ich habe beim Bandnamen lange überlegt. Ursprünglich hieß das ganze mal Distant Abyss, aber das klang mir zu langweilig. Da ich zum Zeitpunkt der ersten Aufnahmen noch in München wohnte, begann ich irgendwann mit Gedankenspielen. Was für einen Namen könnte man wohl wählen, der mächtig und zupackend klingt und zugleich auf die Münchner Herkunft verweist? Zufällig fiel mir dann Thomas Manns Novelle Gladius Dei in die Hände. Eine kritisch-ironische Abrechnung mit dem damaligen Münchner Kunstbetrieb. Und der Name war perfekt. Einerseits klingt er episch und klar nach Heavy Metal („Gladius Dei“ bedeutet „Schwert Gottes“), andererseits kann man durch Thomas Manns Erzählung auch eine tiefere Bedeutung heraus lesen. Nämlich die Auseinandersetzung mit dem Kunstbegriff an sich. Und dem Wunsch, Originelles zu schaffen, und keine bloße Kopie. Der Name ist somit völlig charakteristisch für mich. Einerseits prägnant und episch, andererseits intellektuell und nachdenklich.

Der Name ist somit völlig charakteristisch für mich. Einerseits prägnant und episch, andererseits intellektuell und nachdenklich.

Chris über die Wahl des Bandnamens.

Wann hast du die ersten Songs für dein Debütalbum Long Gone Ghosts geschrieben?

Die allerersten Ideen entstanden im August 2019, danach erste Demos im Oktober 2019 und März 2020. Das komplette Album habe ich dann in einem arbeitsintensiven und anstrengenden Marathon im Oktober und November letzten Jahres aufgenommen. Fürs Mixen und Mastern habe ich mir dann noch Hilfe geholt. Ansonsten habe ich mangels Mitmusikern alles selbst erledigt.

Gibt es auf dem Album einen Track, der dir ganz besonders am Herzen liegt?

Das dürfte wohl „Totem“ sein. Eigenlob stinkt ja bekanntlich. Dennoch muss ich sagen, dass ich schon bei der Idee zum Strophenriff das Gefühl hatte, dass der Song stark wird. Letztendlich habe ich hier genau die richtige Mischung aus Epik, Dramatik, Komplexität und Rohheit gefunden, die ich mir vorgestellt habe. Bei den anderen Tracks gelang mir das mal besser, mal schlechter. Auch die Lyrics von „Totem“ mag ich sehr. Es setzt sich mit der Frage auseinander, ob das Ende der Kindheit ein Akt des Todes ist. Und ob wir ein Totem, also eine Art Schutzgeist besitzen, der uns durch diesen Übergang führt. Das Totem wäre also bildlich gesehen das erwachsene Ich. Aber um das zu erreichen und eins mit ihm zu werden, muss man die unbeschwerte Kindheit zurücklassen. Das Kindliche Ich muss also sterben. Darum auch der Untertitel „Childhood, Loss and Death“.

Wie würdest du dich selbst stilistisch einordnen? Und was hältst du generell von den vielen Schubladen, die Journalisten und Fans gerne öffnen?

Schwierige Frage… Mit den musikalischen Vorbildern, die ich erwähnt habe, bekommt man vielleicht schon einen guten Anhaltspunkt, wohin das Album gehen soll. Wie würde ich es einordnen? Am ehesten vielleicht als eine Mischung aus Epic Doom, klassischem Metal (v.a. Iron Maiden) und einer Motörhead-Punkschlagseite, haha! Ich tue mich mit der Schublade wirklich schwer, obwohl ich das eigentlich mag. Meine Schallplatten und CDs ordne ich ja auch nach Genre. Da bin ich gerne der Nerd. Wenn ich selber Musik mache, habe ich aber genauso viel Spaß daran, die bestehenden Schubladen durcheinander zu schieben, und zu sehen, was dabei heraus kommt… 

Arbeitest du bereits an neuem Material für Gladius Dei?

Jawohl! Aktuell bin ich fleißig am Komponieren für eine neue EP. Wenn alles glatt geht, wird sie im März/April auf Bandcamp erscheinen. Und vielleicht schaffe ich es auch endlich, dass es physische Tonträger von mir zu kaufen gibt! Die Produktion davon ist geplant, aber noch ist nichts konkret…

Blicken wir mal auf das letzte Jahr zurück. Welche Alben haben dir besonders gut gefallen?

So schlecht 2020 bezüglich der Covid-Pandemie, Brexit und vielen politischen Verwerfungen gelaufen ist, so gut war es musikalisch: Fates Warning haben mein Jahreshighlight geliefert. Das Album ist unfassbar gut und ich kann nicht verstehen, warum es bei manchen nicht zündet. Ja, es ist ruhiger, es klingt mehr Pink Floyd und O.S.I. an. Aber diese Facette des Fates Warning-Sounds hat mir schon immer sehr gefallen. Dann bin ich wie viele andere nicht an der neuen AC/DC vorbei gekommen. Ja, es wird wieder viele geben, die mit der alten Leier von wegen: „Die schreiben doch immer nur dieselben drei Songs“ kommen. Aber es schreibt eben auch niemand diese drei Songs so gut wie AC/DC. Gerade, was die Tightness auf der Gitarre betrifft, kann man von Angus (und vorher auch von Malcolm) einiges lernen. Die deutschen Bands waren auch wieder stark. Nekrovault haben ein sehr cooles Death Metal-Brett abgeliefert und Old Mother Hell haben das Niveau ihres Debüts gehalten. Im Doom/Epic Doom-Bereich kam auch jede Menge gutes Zeug. The Ghost of Orion war als My Dying Bride-Fan Pflicht für mich! Und es hat mich nicht enttäuscht. Auch hier habe ich viele negative Meinungen gehört, die ich nicht nachvollziehen kann. Natürlich zieht es nicht mit den Klassikern gleich, aber es ist auf gewohnt hohem Niveau. Death the Leveller haben mit II ein sehr starkes Debüt veröffentlicht, das ich allen Fans von Primordial und My Dying Bride sehr ans Herz legen möchte. Und zuletzt möchte ich noch Ecclesia erwähnen. Die haben mit De Ecclisae Universalis ein geniales Debüt rausgehauen, das man als Epic Doom-Fan besitzen muss. Die Gitarrenriffs sind hier ein echter Killer! Ansonsten fand ich noch die aktuellen Alben der folgenden Bands sehr gut: Crippled Black Phoenix, Freeways, Cirith Ungol, Blue Öyster Cult, Wishbone Ash, Benediction, Messiah, Deftones. Und die EPs von Smoulder und Fer de Lance. Man sieht, ich bin nerdig, haha!

Heavy Metal ist mehr als nur Musik. Es geht dabei um Leidenschaft und ein Lebensgefühl. Das lässt sich nicht einfach abstellen. Auch nicht durch eine Pandemie.

Wahre Worte!

Dann bist du hier ja genau richtig! Wie beurteilst du den aktuellen Zustand des deutschen Metal-Undergrounds? Gibt es Entwicklungen, die dir nicht so gut gefallen? Oder überwiegen deiner Meinung nach die positiven Aspekte?

Also ich finde, dass der Underground lebendiger und kreativer ist als je zuvor. Es war noch niemals so leicht, Kreativität auszuleben und die Musik unter die Leute zu bringen. Das führt natürlich gleich zu einem Nachteil: Es gibt mittlerweile einen Überschuss an guter Musik, sodass man mit dem Hören gar nicht mehr nachkommt. Das ist aber Jammern auf hohem Niveau. Man muss sich eben damit abfinden, dass man nie alles kennen kann. Und wenn man sich ansieht, was in den letzten Jahren für geiles Zeug aus Deutschland kam: Atlantean Kodex, Old Mother Hell, Albez Duz, Downfall of Gaia, Nekrovault, Revel in Flesh, Deserted Fear… Ich könnte jetzt noch seitenweise weiter aufzählen. Aber auf was ich raus will: Deutschland war schon immer ein unglaublich kreatives und innovatives Land, was Heavy Metal betrifft. Das ist heute nicht anders. Auch wenn die Konzerte vielleicht kleiner geworden sind. Der Ausbruch der Pandemie war für das Live-Geschäft natürlich ein harter Schlag. Und es ist schade, dass einige Bands das wahrscheinlich nicht mehr länger aushalten können und sich auflösen werden. Aber es wird auch viele geben, die sich davon nicht unterkriegen lassen. Heavy Metal ist mehr als nur Musik. Es geht dabei um Leidenschaft und ein Lebensgefühl. Das lässt sich nicht einfach abstellen. Auch nicht durch eine Pandemie. Stört mich etwas am derzeitigen Underground? Kaum. Es sei denn, Bands benutzen die Musik als Vehikel für fragwürdige politische Ansichten. Aber solche „Musiker“ muss man nicht hören. Und man kann Farbe bekennen und seine Meinung sagen, was gerade im Underground viele machen. Es wird nicht blind konsumiert, sondern nachgedacht, was auch wieder sehr gut ist. Insofern: Der Underground lebt!

Letzte Frage: Wie stehst du generell zu Social Media-Plattformen?

Sie sind ein zweischneidiges Schwert. Als vor 10 Jahren der Arabische Frühling losbrach, verklärte ich, wie viele andere auch, die Netzwerke zu neuen Heilsbringern. Ich war der Meinung, dass sie in puncto Vernetzung und Meinungsäußerung den Unterdrückten eine Stimme geben. Mittlerweile sind natürlich die negativen Seiten auch gut bekannt. Nicht nur das Volk, sondern auch der Staatsapparat kann sich die Netzwerke zunutze machen, um politische Unterdrückung weiter zu forcieren. Dann sind da noch die unzähligen Accounts und Webseiten, die Fake News, Verschwörungstheorien und politisch radikale Ansichten verbreiten. Besonders schlimm dabei ist, dass es online keine Grenzen gibt. Auf jede Meinung, egal wie haarsträubend sie ist, springen sofort mehr oder weniger Leute an. Das führt dann dazu, dass sich der Verbreiter der Ansicht absolut im Recht fühlt und Gegenmeinungen gar nicht mehr zulässt. Eine echte Diskussionskultur ist damit unmöglich. Das führt dann dazu, dass z.B. einer wie Nikolai Nerling unkontrolliert seine extremen, nicht fundierten und menschenfeindlichen Ansichten raus hauen kann und dafür von seinen Supportern auch noch gelobt wird. Wären also schärfere Gesetze notwendig? Ich weiß nicht, ob das was nützen würde. Generell liegt es natürlich in der Eigenverantwortung, welche Inhalte man konsumiert und teilt. Wenn man verbietet, verziehen sich diese Personen alle noch weiter, ins Darknet zum Beispiel. Und radikalisieren sich im schlimmsten Fall noch mehr. Wobei natürlich so was wie die Sperrung von Donald Trumps Twitter-Account absolut notwendig war. Aber das lässt sich nicht verallgemeinern. Es müsste eine richtige Diskussion geführt werden, mit grundsätzlichen gesetzlichen Entscheidungen, wie man im jeweiligen Fall verfährt. Teilweise gibt es das ja schon, mit niveauvollen, von Mod-Teams geführten Foren. Da funktioniert das schon sehr gut. Aber auch große Firmen wie Facebook, Twitter, YouTube usw. sollten sich da mehr bemühen. Transparenter werden und klare Regeln aufstellen. Allerdings stehen bei denen sicherlich die monetären Interessen dagegen. Zusammenfassend: Ich denke, in den sozialen Netzwerken liegt nach wie vor großes Potenzial. Aber sie brauchen eine Reform von außen mit echten Nutzerregeln. Das ist schwer, aber notwendig. Wenn ich mich auf die Straße stelle, laut schreiend jeden anpöbele und die Hakenkreuz-Flagge schwenke, kommt nach einer halben Stunde die Polizei und nimmt mich fest. Wenn ich das im Internet mache passiert was? Richtig: Nichts.

Chris, ich danke dir sehr für dieses sehr tiefgründige und spannende Interview! Ich wünsche dir alles Gute, persönlich und mit Gladius Dei. Auf die EP freuen wir uns schon sehr!

7 Kommentare zu „Interview: Gladius Dei

  1. Kluge Worte und ganz viel Enthusiasmus. Leider killt mich der Gesang. Die Ideen sind durchaus gut auch wenn Chris versucht höher zu singen, doch da versagt er. Bewusst?. Quorton lässt grüssen.

    1. Ja, Chris ist ein richtig toller Interviewpartner, der wirklich etwas zu sagen hat. Das hat Spaß gemacht und man hat einige Punkte, über die man erst einmal ein bisschen nachdenken kann. Zum Gesang: Das geht definitiv in die „Love-it-or-hate-it“-Ecke – aber das gilt ja auch für große Epic-Acts wie Cirith Ungol, Manilla Road oder die von dir angesprochenen Bathory in ihrer Viking-Phase.

      1. Ich würde es nicht wagen Chris in die Riege von Mark Shelton oder Tim Baker zu setzen. Dafür höre ich schon zu lange deren Sound. Selbst Quorton hatte da seinen Charm. Was nicht ist kann noch werden. Fände es auch gut hie und da mal kritisch hinzuhören. Bei der Überhäufung die ja nun mal auch stattfindet. Wenn ich mir sein Album blind gekauft hätte wäre ich ziemlich sauer.

    2. Hallo ULFULRICH,

      vielen Dank für deinen Kommentar und die kritischen Worte!

      Zunächst mal: Ich bin mir der Schwächen meines Gesangs durchaus bewusst. Weder möchte ich mit Tim Baker oder Mark Shelton vergleichen, noch halte ich mich für einen überragenden Sänger.

      Wie ich im Interview schon dargestellt habe, ist Gladius Dei kein bewusster Ego Trip von mir. Wenn ich einen tollen Sänger an der Hand hätte, dürfte der sofort alle Songs einsingen. Leider hat sich da bisher kein Kontakt ergeben. Hier im ländlichen Bereich ist es auch noch schwieriger, geeignete Musiker zu finden.

      Long Gone Ghosts und die im März/April erscheinenende EP sind erste musikalische Lebenszeichen meinerseits. Sollte ich eine feste Bandbesetzung zusammen haben, können die Ergebnisse natürlich besser und professioneller klingen.

      Das kam wohl im Interview nicht so durch. Es ist ein Soloprojekt, das aus meinen Enthusiasmus geboren wurde, und das ich jetzt einfach durchziehen wollte, ohne vorher monatelang nach Bandkollegen zu suchen, zu proben usw. So bleiben muss das aber keinesfalls. Also wenn du einen guten Sänger (und andere Musiker)kennst, der Bock auf eine Zusammenarbeit hat, dann kannst du mich gerne kontaktieren. Ich sehe mich in erster Linie als Gitarrist und Songwriter. Alle anderen Positionen bei Gladius Dei sind vakant 😉

      Und bezüglich Blindkauf und sauer sein: Es lässt sich doch alles kostenlos probehören. Und Long Gone Ghosts steht als Name your Price bei Bandcamp. Niemand muss mir was zahlen, wenn er nicht will…

      Schwarze Grüße
      Chris Blackwood

      1. Lieber Chris,
        herzlichen dank für deine ausführliche Antwort. Einst in den 1980ern wollte ich selbst in einer Thrash-Metalband singen. Dio und Bruce waren mir Idol… …. Was aus dem Amp kam lies mich erschüttern.
        Daher griff ich zum Bass…. …
        .
        Im Metal zählt die Attitude und der Spassfaktor. Dafür ,,bluten“ und fördern wir uns. „Up to the limit“

        mit herzlichsten Grüssen

        Ulf
        .
        PS: ich mag kauzigen Gesang. Selbst Qurothon hat mich jüngst auf Hammerheart wirder verzückt.

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