Review: Adamantis – Far Flung Realm

Power Metal auf dem Epic Metal Blog? Ja! Und ich will euch auch erklären, warum:

Auf Far Flung Realm vereinen Adamantis aus Brighton, MA, den besagten Spielstil mit Blog-tauglichen Elementen in bockstarker Manier. Dabei heraus kommt ein schmackhaftes Gemisch, was Fans beider Subgenres ein breites Lächeln auf’s Gesicht zaubern dürfte. Die Wurzeln, die deutlich im deutschen/europäischen Power/Speed Metal liegen (siehe Helloween, Gamma Ray oder Blind Guardian) lassen sich dabei nicht verleugnen, jedoch schaffen Adamantis es, ihr Debüt-Album Far Flung Realm völlig kitschfrei daherkommen zu lassen. Stattdessen punktet es mit exquisiten Gitarrenläufen, starkem Drumming und eingängigen Melodien inklusive ohrwurmtauglichen Refrains, die keine Faust ungereckt lassen (ist das überhaupt ein Wort….?).

Far Flung Realm wurde bereits am 23.10.2020 in Eigenregie sowohl in digitaler Form als auch auf CD veröffentlicht. Ein knappes halbes Jahr später – am 19.03.2021 – haut Cruz del Sur die Scheibe nochmals sowohl auf CD als auch auf Vinyl auf den Markt. Ich persönlich habe ja bereits seit der Erstveröffentlichung im Oktober letzten Jahres genau darauf gewartet, denn dieses Album verdient es allemal, auf Vinyl angehört zu werden. Jeder Song ist hier ein Volltreffer. 56 Minuten, die wie aus einem Guss klingen und zu keiner Zeit langweilig werden oder abgedroschen wirken. Als nach dem Intro die ersten Töne von „Unbound Souls“ auf meine Ohren trafen, war ich direkt hin und weg. Dieses, „Puppeteer’s Bane“ und „Fire and Brimstone“ stellen meine absoluten Highlights dieser Scheibe dar, obwohl jeder Song es wert wäre, an dieser Stelle genannt zu werden. Was Jeff S. (Vox), Jeff T. & Javier (beide Gitarren), Cody (Bass) und Evgeny (Drums) hier bieten, ist Epic Power Metal auf Weltklasse-Niveau. Hört euch nur einmal das unglaublich starke Intro von „Journey’s End“ an und schon wisst ihr, was hier Sache ist! All killer, no filler!

Fazit: Sicherlich ist es in der heutigen Zeit nahezu unmöglich, ein Werk zu schaffen, wo niemand „ööööh, das ist doch von Maiden, Priest oder (hier beliebigen Namen einsetzen) geklaut“ schreit, aber Adamantis schaffen es, meiner Meinung nach, in einem übersättigten Subgenre komplett eigenständig und erfrischend zu klingen. Wer es noch nicht getan hat: Legt euch dieses Teil zu – es fetzt wie Sau!

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