Interview: Servants to the Tide (Teil II)

Heute präsentieren wir euch den zweiten Teil unseres Interviews mit Leon Rubinstein und Stephan Wehrbein von Servants to the Tide. Falls ihr zum Beispiel noch nicht wisst, welcher Sänger der hellste Stern am Metal-Himmel ist oder welche 2021er-Platten ihr antesten solltet, seid ihr hier genau richtig. Darüber hinaus gibt es – natürlich völlig subjektive – Antworten auf die Frage, ob Manowar oder Manilla Road die Könige des Epic Metals sind. Ihr seht: Hier werden die ganz heißen Eisen angepackt.

Vier Herren im Dienste des Epic Doom.

André: Stephan, im ersten Teil unseres Interviews haben wir uns ausführlich über deinen Gesang unterhalten. Welche Sänger würdest du eigentlich generell als deine Vorbilder bezeichnen?

Stephan: Es gibt ein paar Namen, die mich mein ganzes Leben lang begleitet haben. Das fing mit Zak Stevens und vor allem Ray Alder an. Alder war schon immer ein absoluter Favourite, egal in welcher Band er gesungen hat. Ich liebe alle Scheiben von ihm – sei es Fates Warning, sei es Engine oder Redemption. Alles großartig – für mich ist er einfach der Stern am Himmel. Und eben, wie gesagt, Zak Stevens – ich bin immer noch beinharter Savatage-Fan. Jon Oliva ist für mich auch immer noch unangreifbar, was den Gesang angeht. Gut, John Arch muss man dann natürlich auch nennen – ansonsten gibt es Leute, die dann beleidigt sind…

André: Ja, Aidan zum Beispiel…

Stephan: Ach ja, einen habe ich noch, ganz wichtig: Warrel Dane natürlich!

Aidan: Oh, ja!

Stephan: Die drei sind tatsächlich diejenigen, die mich am meisten geprägt haben. Warrel Dane gerade mit der emotionalen Komponente – er hat es wie kein anderer verstanden, Text, Gesang und Melodie rüberzubringen, darin war er einmalig.

Leon: Sorry, ich möchte jetzt nicht reinhaken. Aber du hast gesagt, diese drei haben dich am meisten geprägt. Du hast aber fünf aufgezählt.

Stephan: Jaaa, aber John Arch musste ich aufzählen, weil ansonsten seine Fans beleidigt sind, wenn ich Ray Alder nenne.

André: Ja, die sind sehr empfindlich…

Stephan: Und bei Jon Oliva ist das auch so. Es gibt ja Leute, die sagen, mit Zak Stevens seien Savatage ausgewimpt.

André: Wenn wir jetzt mal beim Thema bleiben und an Candlemass denken: Gehörst du da eher zur Messiah- oder zur Robert Lowe-Fraktion?

Stephan: Bei Candlemass bin ich tatsächlich relativ offen. Ich schiebe mal das Folgende direkt vorweg – ihr werdet mich jetzt wahrscheinlich kreuzigen: Candlemass zählten noch nie zu meinen absoluten Lieblingsbands. Ich mag sie aber schon sehr gerne, auch mit allen Sängern. Die waren alle großartig, da kann ich gar keinen hervorheben. Aber Candlemass lebten meiner Meinung nach immer vor allem vom Songwriting und das ist schon immer recht konstant geblieben. Für mich ist die Band eine Konstante in ihrem Bereich, weil sie nur gute Scheiben herausgebracht hat. Dass der Vergleich nun kommt, ist klar – unsere Musik hat auch schon etwas von Candlemass, das kann man nicht verhehlen. Das betrifft gerade die doomigeren, riffigeren Songs.

Leon: Ich bin riesiger Messiah-Fan, ich bin riesiger Fan des Debüts mit Längquist, ich bin riesiger Robert Lowe-Fan, aber der Sänger, der bei Candlemass mit Abstand am unterschätztesten ist und eigentlich in diese Kategorie hätte gehören müssen, ist Thomas Vikström. Chapter VI ist ein dermaßen unterschätztes Album – das wollte ich mal eben hier zu Protokoll geben!

Stephan: Ich werde selbstverständlich noch einmal reinhören, weil ich gerade noch nicht einmal einen einzigen Song des Albums nennen könnte…

Leon: „The Dying Illusion“ und „Where The Runes Still Speak“ – einfach diese beiden Songs anhören. [Es gibt auch eine kleine gesangliche Kostprobe von Leon zu hören]

Stephan: Warte mal, ich packe das gleich in meine Spotify-Playlist. Höre ich mir morgen mal an, sitze ja im Homeoffice.

André: Siehst du, Aidan, da können wir doch glatt mal einen Diskografie-Check machen und mit Chapter VI beginnen.

Aidan: Ich muss sagen, bei Candlemass bin ich auch nicht so bewandert. Ich kenne die ganzen Highlights, aber ich bin noch nicht so in die Tiefe gegangen. Zu einem anderen Thema: Viele würden ja sagen, dass das Epic Metal-Highlight in diesem Jahr – bislang – aus Frankreich kommt. Ich verweise natürlich auf Herzel. Was sind denn so eure Highlights 2021?

Leon: Die neue Wheel ist auf jeden Fall ein ganz großes Highlight. Die Thronehammer finde ich gut, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass die am Ende des Jahres nicht in meinen Top 10 stehen wird. Ansonsten ist die neue Endseeker bei mir ganz weit oben – das ist kein Doom, sondern Death Metal, aber das darf man ja auch hören.

André: Darf man auf jeden Fall. Wie stehst du denn zu Lunar Shadow?

Stephan: Die hätte ich jetzt übrigens genannt!

Leon: Finde ich total geil! Aber ich finde die nach der ersten Platte auch super-weird. Es ist bei mir kein Album, das ich ständig auflegen könnte.

Stephan: Die neue Lunar Shadow taucht bei mir auf jeden Fall bei den neuen Scheiben auf, die ich richtig gut finde. Aber ich habe da immer noch Schwierigkeiten, mir ein abschließendes Urteil zu bilden, weil die Platte auf eine merkwürdige Art kauzig ist.

Leon: Ja, ich weiß genau, was du meinst.

Stephan: Ich mag es total. Die Platte hat eine ganz merkwürdige Produktion – und das meine ich gar nicht negativ, sie klingt halt schon besonders. Man muss sich darauf einlassen – es ist auf jeden Fall eine gute Scheibe. Aber ob ich die nun wie im Deaf Forever auf den ersten Platz setzen würde, da bin ich mir nicht ganz so sicher… [Im aktuellen Deaf Forever-Soundcheck siegt Lunar Shadow mit Wish to Leave vor VultureDealin‘ Death und WheelPreserved in Time]

Leon: Eine Scheibe, die noch ganz wichtig ist – und da wirst du mir als Mönchengladbacher sofort zustimmen -, ist die neue Motorjesus.

Stephan: Ja, die kann ich nur empfehlen als alter Motorjupp-Fan aus Mönchengladbach. Ich habe Motorjesus ja noch live gesehen, da hießen die The Shitheadz. In Mönchengladbach – da komme ich nämlich her. [Wisst ihr eigentlich, dass Stephan aus Mönchengladbach kommt?] Ich habe jetzt auch mal auf meine Playlist geschaut, um zu sehen, was ich zuletzt gehört habe. Das ist aber alles sehr wenig doomig. Ich habe mir in letzter Zeit noch mal häufiger die letzte Katatonia angehört, weil die im letzten Jahr etwas zu kurz gekommen ist. Die finde ich mittlerweile richtig gut. Und… jetzt werdet ihr mich kreuzigen [schon wieder?]: Ich finde VOLA richtig geil. Das ist schon recht modern, die haben einen sehr keyboardlastigen Sound. Die schreiben aber krasse Ohrwürmer, kann ich nur empfehlen. Außerdem muss ich die aktuelle Witherfall nennen.

Leon: Oh ja, ganz weit oben!

Stephan: Ja, die hat der Leon gerade vergessen. Dass die Scheibe geil ist, darüber muss man gar nicht diskutieren.

Leon: Flame, Dear Flame möchte ich dann noch gerne einwerfen. Ich habe das Album noch nicht gehört, aber ich freue mich sehr darauf.

Einfach mal genießen…

André: Um das Thema mal etwas zu vertiefen: Was sind denn eure Allzeit-Lieblingsplatten, die berühmten Insel-Scheiben?

Stephan: Darüber habe ich mir schon länger keine Gedanken mehr gemacht. Früher hätte ich eine ziemlich fixe Top 5 gehabt, aber daran hat sich bis heute eigentlich auch nicht viel verändert. Streets von Savatage wäre dabei. Dazu Operation: Mindcrime von Queensrÿche und auf jeden Fall eine Nevermore-Scheibe – das wäre wohl The Politics of Ecstasy, die ich nach wie vor für unschlagbar geil halte. Zudem Into the Mirror Black von Sanctuary. Und dann noch Fates Warning… alle eigentlich. Ich könnte hier gar keine auswählen. Awaken the Guardian, haha, die taucht in jeder Top 10 auf. Aber mit Ray Alder… total schwierig. Ach, doch, Perfect Symmetry würde ich wohl sagen.

André: Ich wäre bei A Pleasant Shade of Gray.

Stephan: Geniales Album – was mich hier aber inzwischen ein bisschen stört, ist die Produktion. Die Still Life, auf der die Band das Album komplett gespielt hat, finde ich 1.000 Mal besser. [An dieser Stelle plaudern wir ein wenig über „zerstörte“ Prog-Songs, unter anderem über das merkwürdige Ende von „Pull Me Under“] Images & Words von Dream Theater könnte man übrigens auch noch nennen. Aber ich hätte mich besser vorbereiten sollen – nachher fallen mir die ganzen Scheiben ein, auch so totale Underground-Sachen, die niemand kennt!

Leon: Ich würde wie du, Stephan, QueensrÿcheOperation: Mindcrime einschmeißen. Das Album ist zeitlos. Ich würde ebenfalls Nevermore nennen, aber Dead Heart in a Dead World.

Aidan: Ja, auf jeden Fall!

Leon: Ich würde auch noch W.A.S.P. mit The Crimson Idol nennen – allein schon, weil ich nicht verstehen kann, wie jemand, der sich die Arschbacken aus der Lederhose schneidet und „Fuck like a beast“ singt, danach ein Prog Metal-Meisterwerk veröffentlichen kann, auf dem einfach jeder Song perfekt ist. Dazu packe ich noch die letzten beiden Atlantean Kodex-Alben.

André: Ja, ganz dick unterstrichen!

Leon: Ansonsten noch SolsticeNew Dark Age, While Heaven WeptVast Oceans Lachrymose, Fates WarningAwaken the Guardian und die ersten beiden Platten von Candlemass. Achja, und die letzte Bolt Thrower.

Stephan: Eine muss ich noch erwähnen, weil das eine meiner prägenden Kindheitsscheiben war: Die Maiden Japan von Deep Purple. Die muss ich nennen, das ist nämlich das einzige Album, das ich wohl in fünf verschiedenen Editionen habe. Das war eine meiner ersten Platten – so die typische Geschichte, bei Papa unten aus dem Schrank gekramt als Junge und dann wochen-, ja monatelang auf Kassette gehört.

André: Ja, die Kassettenzeit habe ich natürlich auch noch mitbekommen.

Aidan: Ich nicht mehr…

Stephan: Kannst du ja noch nachholen.

Aidan: Ja, ich habe aber keinen Kassettenspieler zu Hause.

Leon: Na, den kriegste für zehn Euro bei Ebay.

André: Siehste, Aidan, du hast keine Ausrede.

Leon: Ja, Tapes haben gerade Revival.

André: Ja, ich habe heute noch das Wheel-Tape bestellt.

Aidan: Stimmt… Aber, übrigens, noch zu der Geschichte mit Tapes: Da kann ich Leon etwas erzählen. Ich weiß nicht, ob du dich noch daran erinnerst – es war beim Hammer And Iron-Festival. Mein Vater und ich standen am The Night Eternal-Stand.

Leon: Ach, du warst das – ja!

Aidan: Ja, wir haben auf jeden Fall diskutiert, ob wir die The Night Eternal auf CD oder Platte holen sollen und dann kamst du und hast gesagt: „Warum denn nicht auf Tape?“

Stephan: Ganz ehrlich: Tapes würde ich mir nicht mehr kaufen. Irgendwo hört die Nostalgie auch auf.

Aidan: Ja, dann eine andere Frage: Auf welchen Festivals würdet ihr denn mit Servants to the Tide in der Zukunft gerne einmal spielen?

Stephan: Leon hat bestimmt schon eine Liste angelegt…

Leon: Nein, habe ich nicht. Aber hau du mal raus!

Stephan: Ganz klassisch wäre natürlich das KIT, das wäre schon das Geilste. Generell die Festivals, die man selbst regelmäßig besucht. Auch das Rock Hard Festival muss ich nennen, da bin ich selbst als Besucher seit dem ersten Jahr dabei. Das wären dann auch meine Highlights.

Leon: Ja, das KIT wäre bei mir auch ganz weit oben. Dazu das Hammer of Doom. Und ganz, ganz weit oben, über den beiden noch, wäre das Up the Hammers. Einmal auf dieser Bühne stehen – dieses Häkchen würde ich gerne setzen.

Stephan: Vielleicht haben wir bis dahin ja auch eine ganze Band.

Aidan: Wie verläuft denn eigentlich gerade die Suche nach einem Gitarristen?

Leon: Suche läuft, das ist aber schwierig, weil das klassische Vorgehen – jammen im Proberaum, Bierchen trinken, sich beschnuppern – aus offensichtlichen Gründen nicht möglich ist. Daher kann man eben nur online suchen – und ich habe noch keinen Maßstab gefunden, nach dem man das alles ausrichten könnte. Wir haben einen hoffnungsvollen Kandidaten, den wir jetzt in den nächsten Wochen ausprobieren werden – insofern das möglich ist. Ich lasse diese Person nun Servants-Riffs nachspielen und schaue mal, was passiert. Unser Ziel ist es auf jeden Fall, dass wir in den Startlöchern stehen, wenn es irgendwann wieder Festivals und Konzerte gibt. Aber das ist im Moment ein Prozess, der erwartungsgemäß langsam vorangeht. Wie alles im Doom…

André: Wo du den Doom gerade ansprichst: Ich möchte mal zu Aidan überleiten, der eine Epic Doom-Playlist zusammengestellt hat. Vielleicht kannst du mal etwas zu deinen Auswahlkriterien sagen.

Eine Ergänzung zur Liste, inspiriert von Leon.

Aidan: Ja, es ging natürlich um Epic Doom. Und zwar aus Deutschland, weil es hier eine junge Bewegung gibt. Als Kriterium hatte ich eigentlich gewählt: Bands, die nach 2010 gegründet wurden, aber dann wäre Wheel leider rausgefallen, weil es die seit 2009 gibt. Allerdings kam das Debütalbum 2010 raus, daher hat das gepasst. Wie empfindet ihr das alles, als Teil der Szene? Würdet ihr sagen, dass es da eine neue Welle gibt?

Stephan: Ich halte das für schwierig. Ich finde schon, dass sich gerade in diesem Bereich etwas tut, da gibt es ein Movement – schwierig zu sagen, wie groß das jetzt ist. Ich weiß aber, bezogen auf mich, nicht, ob ich das nur so empfinde, weil ich gerade stärker darauf achte. Ich höre ja privat nicht nur Epic Doom Metal, ich höre auch ganz viele andere Sachen.

Leon: Ich würde sagen, dass es schon eine Bewegung gibt. Aber ich tue mich sehr schwer damit, diese in Deutschland zu verorten. Ich glaube, Atlantean Kodex sind tatsächlich eine Wiege für viele Bands, die dadurch beeinflusst wurden – das kann man ja auch in vielen Interviews nachlesen. In den 2000ern gab es einige Bands, die damals in den Vordergrund geschoben wurden, darunter While Heaven Wept mit Vast Oceans Lachrymose. Es gibt eine junge Generation von Bands, die sich sehr auf diesen Stil bezieht. Aber wir leben im Internetzeitalter und diese Bands kommen wirklich von überall her – was das Zugehörigkeitsgefühl angeht, spielt die Herkunft daher keine Rolle. Als ich angefangen habe, Servants-Sachen zu veröffentlichen, kamen viele Leute auf mich zu, die sagten: „Hey, ich habe auch noch solche Demo-Aufnahmen, mit denen ich immer schon mal etwas machen wollte.“ Diese Sachen sind entstanden, weil die Leute den Kodex so geil fanden und ihren Teil zu diesem Stil beitragen wollten. Vielleicht kommt da in ein, zwei Jahren noch mehr. Es liegt auf jeden Fall viel auf irgendwelchen Festplatten rum. So wie Servants mal auf einer Festplatte rumlag.

Stephan: Das hängt natürlich auch alles davon ab, wie erfolgreich die Bands sind, die sich diesen Stil auf die Fahnen schreiben. Als der Kodex angefangen hat, gab es ja in diesem Bereich – zumindest gefühlt – nichts. Das hat damals schon einiges losgetreten. Durch das Internet ist es heute auch noch viel leichter, selbst etwas zu veröffentlichen – so, wie wir es selbst auch getan hätten, wenn wir nicht bei No Remorse gelandet wären. Ich weiß aber nicht, ob es in den Anfangstagen vom Kodex auch 100 Bands gab, die diesen Stil gespielt haben, die aber nie jemand gehört hat.

Leon: Ja, solche Bands gab es. Für mich geschieht Musik immer in Wellen. In einem Interview wurden die Kodex-Mitglieder mal gefragt, ob sie The White Goddess als modernen Klassiker betrachten. Daraufhin kam die Antwort: „Nein, ein Klassiker ist so was wie Sign of the Hammer.“ Eine Band, die sich in den 2000ern gründete, baute natürlich auf New Dark Age, Sign of the Hammer, Hail to England und späteren Bathory-Sachen auf. Die haben das in ihrem Gemenge vermischt und daraus etwas Neues erschaffen – so etwas wie eben Atlantean Kodex. Und dann kommt jemand wie ich und denkt: „Hey, das ist der geile Shit!“ Und dann nehme ich das, den Kodex, als Einfluss und mache daraus mein Ding. Zu dem Zeitpunkt, als der Kodex hochkam, waren die Einflüsse Manowar und Bathory. Heute gibt es komplett andere Einflüsse, also einfach Bands, die anders klingen. Die Bands, die heute auf dem Kodex und Co. aufbauen, werden auch wieder einen anderen Sound haben. Ich finde, das ist ja das Coole an der Musik, dass du in zehn Jahren vielleicht eine Epic Metal-Bewegung hast, die komplett anders klingt als die jetzige.

Stephan: Man muss ja auch bedenken, dass die Manowar-Scheiben damals um 2000 ungefähr so alt waren wie heute die ersten Kodex-Sachen. Die Zeit rast halt…

André: Jetzt habt ihr die letzte Frage eigentlich selbst kreiert. Manowar ist eine Band, die bei uns in der Redakton ein bisschen polarisiert… Mal angenommen, ihr habt die Wahl zwischen dem besten Manowar-Album, das ihr kennt, und der besten Manilla Road-Scheibe. Was nehmt ihr?

Stephan: Für mich geht eigentlich nichts über Into Glory Ride. Damit ist die Frage beantwortet.

Leon: Ich gehe mit, bin aber zwei Alben später dran: Sign of the Hammer. Bei allem Respekt vor und aller Liebe für Mark Shelton. Ich finde aber einfach, die ersten vier Manowar-Alben sind…

Stephan: Unschlagbar!

Leon: Ja, unschlagbar.

Stephan: Man muss dabei sagen, es gibt zwei Manowar: Die peinlichen, bescheuerten Manowar, die keiner mehr leiden kann. Aber die ersten Scheiben… da machst du nix dran! Das sind durch die Bank Meisterwerke.

Leon: Ja, wobei ich da einhaken möchte. Meine erste Wahl wäre natürlich Sign of the Hammer, direkt dahinter käme aber Crystal Logic, bezogen auf die Diskografien beider Bands.

Stephan: Ich würde ja auch auf Platz zwei eine Manowar-Scheibe stellen. Aber ich kann auch mit Crystal Logic leben.

André: Na, das klingt doch nach einem „versöhnlichen“ Abschluss. Leon, Stephan, wir bedanken uns ganz herzlich für eure Zeit und dieses sehr interessante Interview.

Teil I des Interviews findet ihr hier.

„Bring me to the sea, and then let me go“

Ein Kommentar zu „Interview: Servants to the Tide (Teil II)

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