Live Report: Keep it True Rising! (Part I)

English version below

Ein Kollege aus dem Deaf Forever Forum brachte es am zurückliegenden Wochenende in der Posthalle auf den Punkt: „Ein Festival besteht für mich zu 50% aus Musik und zu 50% aus Leute treffen“. Da ich dies auch so sehe, habe ich mich in Absprache mit Aidan dazu entschieden, mich im ersten Teil unseres Berichtes über das Keep it True Rising! (19./20.11.2021) auf das „Drumherum“ zu konzentrieren. Erst später gehen wir umfassend auf die Gigs ein, die wir gemeinsam besucht haben. So langsam geht es hier zu wie auf einem echten Blog…

Nach dem Ende unserer Storm Crusher-Woche hätten Aidan und ich wohl nicht gedacht, dass wir schon zwei Monate später wieder im ICE Richtung Franken sitzen würden. Aber ein Festival, auf dem Bands wie The Night Eternal, Seven Sisters, Wheel, Megaton Sword, Atlantean Kodex und Blind Guardian aufspielen, durften wir uns selbstverständlich nicht entgehen lassen.

Im Gegensatz zu unserem September-Trip kam der ICE pünktlich am Zielbahnhof an. Andernfalls hätten wir uns auch sehr geärgert, da bereits am Mittag bzw. frühen Nachmittag die ersten Künstler spielen sollten, die uns ganz besonders interessierten (dazu später mehr). Erfreulicherweise hatten wir mit unserem Hotel, das ungefähr fünf (stramme) Gehminuten von der Posthalle entfernt lag, richtig Glück: Wir konnten bereits kurz vor halb zwölf auf unser Zimmer – welches auch noch sehr geschmackvoll eingerichtet war. Nun, über den Blick auf die angrenzende Shell-Tankstelle darf man streiten – da Aidan aber gerade seinen Führerschein gemacht hat, schloss sich gewissermaßen ein Kreis. Unsere Unterkunft sollte uns an diesem KIT-Wochenende aber auch noch anderweitig verwöhnen: Das Frühstücksbuffet war nämlich ebenso reichhaltig wie vielfältig. Wer sogar meinen (anspruchsvollen) jungen Kollegen satt bekommt, hat definitiv einen guten Job gemacht!

Nun ist es in diesen Zeiten leider nicht möglich, einen Festivalbericht ohne das ätzende C-Wort zu schreiben. Das KIT fand als 2G+-Veranstaltung statt, d.h. nur Geimpfte und Genesene mit einem maximal 24 Stunden alten Antigen-Schnelltest hatten am 19.11. Zutritt zur Posthalle (oder mit einem maximal 48 Stunden alten PCR-Test). Am 20.11. wurden die Vorgaben sogar verschärft, weil der Antigen-Schnelltest vom selben Tag stammen musste. Diese Änderung der Spielregeln kam für manche Besucher überraschend, aber wir hatten nicht den Eindruck, dass es deshalb größere Proteste gab. Unsere Meinung: 2G+ ist in jeder Hinsicht zu befürworten – nur so ist es gegenwärtig möglich, Events wie das KIT durchzuführen. Und eines muss man ganz klar hervorheben: Die Organisation an der Posthalle muss diesbezüglich rückblickend betrachtet als exzellent eingestuft werden. Die Crew hatte stets ein wachsames Auge auf Luca App, CovPass und Co. – und war dabei an beiden Tagen enorm entspannt und freundlich. Hier lautet unsere Bewertung: 100%!

Ein erstes Festivalhighlight, jenseits der Musik, war ein entspannter Umtrunk mit den Jungs von Wheel und Gravety, der auf dem Parkplatz vor der Posthalle angemessen zelebriert wurde. Bei dieser Gelegenheit durften Aidan und ich unserem Freund Kevin den mitgebrachten Bow Down-Merch abkaufen, der fortan unsere heimische Sammlung veredelt. Ich muss zugeben, wir hätten es noch mindestens eine Stunde länger in dieser geselligen Runde ausgehalten, aber Triumph of Death waren für manche der Anwesenden ein guter Grund, um mal ins Warme zu stiefeln…

In der Posthalle trafen wir zudem erstmals eine der wichtigsten Persönlichkeiten, die unsere Szene derzeit zu bieten hat: Anderson Tiago vom einflussreichen YouTube-Kanal NWOTHM Full Albums. Unser in den Niederlanden lebender Brasilianer ist, da waren wir uns alle einig, ein äußerst sympathischer Zeitgenosse, den wir in der Zukunft hoffentlich häufiger mal sehen werden.

Ohnehin waren es Begegnungen wie solche, die das Wochenende in Würzburg besonders machten: Am zweiten Tag trafen wir vor dem Blind Guardian-Gig zum Beispiel Sarah Vincent von Smoulder, die wie Anderson Tiago zu den wichtigsten Stimmen im Underground gehört. Da sie nun in Finnland lebt, läuft man sich demnächst mutmaßlich regelmäßig beim KIT oder auch dem Hammer of Doom über den Weg. Aber auch die weniger „prominenten“ Menschen, mit denen wir mal länger und mal kürzer plaudern durften, haben unser KIT enorm bereichert. Hervorheben möchten wir zahlreiche Leser unseres Blogs, die uns zu unserer guten Arbeit gratulierten, darunter auch Ion von Herzel. Das hat Aidan und mich außerordentlich gefreut, weil wir mit diesem unmittelbaren positiven Feedback im Vorfeld gar nicht gerechnet hatten. Nun sind wir noch motivierter als zuvor! Insofern, auch an dieser Stelle: Herzlichen Dank!

Während Aidan und ich am Sonntag, leicht übermüdet, einen Teil unseres gekauften Merchs auf dem Hotelbett ausbreiteten, zogen wir nicht zuletzt deshalb ein ausgesprochen positives Fazit. Es gab, wie ihr in den nächsten Teilen unseres Festivalberichts nachlesen könnt, viele Bands, die uns begeistern konnten. In erster Linie hatte das Keep it True Rising! jedoch den Charakter eines längst überfälligen Familientreffens. Unsere Szene ist lebendiger denn je, wenn man ihr trotz Pandemie die Möglichkeit gibt, sich zu entfalten. Als wir wieder im ICE Richtung Heimat saßen, gönnten wir uns unter anderem den Stream des Wheel-Auftritts, der bei mir gleich ein paar nostalgische Gefühle aufkommen ließ: Es war einfach jammerschade, dass dieses grandiose Wochenende schon wieder vorbei war…

A mate from the Deaf Forever Forum summed it up last weekend in the Posthalle: “For me, a festival is 50% music and 50% meeting people“. Since I also see it that way, I have decided, in consultation with Aidan, to focus in the first part of our report on the Keep it True Rising! (19/11-20/11/2021) on the „trappings“. Later we will go into detail about the gigs we attended together. It’s starting to feel like a real blog around here….

After the end of our Storm Crusher week, Aidan and I probably wouldn’t have thought that just two months later we’d be back on the ICE heading for Franconia. But a festival where bands like The Night Eternal, Seven Sisters, Wheel, Megaton Sword, Atlantean Kodex and Blind Guardian are playing was something we couldn’t miss, of course.

In contrast to our September trip, the ICE arrived on time at the destination station. Otherwise we would have been very annoyed, because already at noon or early afternoon the first artists were supposed to play, which we were very interested in (more about that later). Fortunately, we were really lucky with our hotel, which was located about five (tight) minutes walk from the Posthalle: We could already go to our room shortly before half past eleven – which was also very tastefully decorated. Well, one can argue about the view of the adjacent Shell gas station – but since Aidan had just made his driver’s license, a circle was closed, so to speak. Our accommodation should spoil us on this KIT weekend but also in other ways: The breakfast buffet was as rich as it was varied. Anyone who can satisfy even my (demanding) young colleague has definitely done a good job!

Now in these times it is unfortunately not possible to write a festival report without the awful C-word. The KIT took place as a 2G+ event, i.e. only vaccinated and recovered persons with a maximum 24 hours old antigen rapid test had access to the Posthalle on 19/11 (or with a maximum 48 hours old PCR test). On 20/11, the requirements were even tightened because the rapid antigen test had to be from the same day. This change in the rules came as a surprise to some visitors, but we did not have the impression that there were any major protests because of it. Our opinion: 2G+ is to be supported in every respect – only in this way is it currently possible to hold events like KIT. And one thing must be emphasized very clearly: In retrospect, the organization at the Posthalle must be classified as excellent in this regard. The crew always had a watchful eye on Luca App, CovPass and Co. – and was enormously relaxed and friendly on both days. Here our rating is: 100%!

A first festival highlight, beyond the music, was a laid-back drink with the guys from Wheel and Gravety, which was appropriately celebrated in the parking lot in front of the Posthalle. On this occasion Aidan and I were allowed to buy the Bow Down merchandise from our friend Kevin, which from now on will ennoble our home collection. I have to admit, we could have stayed at least one hour longer in this cozy round, but Triumph of Death was a good reason for some of the attendees to step into the warmth…

In the Posthalle we also met for the first time one of the most important personalities our scene has to offer at the moment: Anderson Tiago from the influential YouTube channel NWOTHM Full Albums. Our Brazilian, who lives in the Netherlands, is, we all agreed, an extremely likeable contemporary, whom we hope to see more often in the future.

Anyway, it was encounters like these that made the weekend in Würzburg special: On the second day, before the Blind Guardian gig, we met Sarah Vincent from Smoulder, for example, who, like Anderson Tiago, is one of the most important voices in the underground. Since she now lives in Finland, we’ll probably run into her regularly at KIT or Hammer of Doom in the near future. But also the less “prominent“ people, with whom we were allowed to chat sometimes longer and sometimes shorter, have enriched our KIT enormously. We would like to emphasize numerous readers of our blog who congratulated us on our good work, including Ion from Herzel. This made Aidan and me very glad, because we had not expected this immediate positive feedback in advance. Now we are even more motivated than before! In this respect, also at this point: Thank you very much!

While Aidan and I, slightly overtired, spread out some of our purchased merch on the hotel bed on Sunday, we drew an extremely positive conclusion, not least because of this. There were, as you can read in the next parts of our festival report, many bands that could excite us. But first and foremost, Keep it True Rising! had the character of a long overdue family reunion. Our scene is more alive than ever, if you give it the chance to unfold despite the pandemic. When we were back on the ICE towards home, we treated ourselves to the stream of the Wheel performance, among other things, which immediately brought up some nostalgic feelings in me: It was just a shame that this magnificent weekend was already over…

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