Interview: Crom

Vor 1 Monat haben Crom mit Into the Glory Land eine großartige EP veröffentlicht, die Aidan und ich jeweils auf Platz 2 in unserer EP-Jahreswertung gewählt haben. Daher freuen wir uns sehr, euch heute ein Interview mit Crom-Mastermind Walter Grosse präsentieren zu können. Dass er sich trotz einer (ausklingenden) Erkrankung Zeit für uns genommen hat, rechnen wir ihm besonders hoch an.

English version below

André: Walter, danke, dass du dir Zeit für unseren Blog nimmst. Wie hast du Weihnachtsfeiertage überstanden?

Walter: Es war relativ beschissen, wir sind nämlich gerade in Corona-Quarantäne. Daher waren die Feiertage sehr ruhig. 

Oje… Wie geht es dir denn gerade?

Ich bin inzwischen wieder recht fit. Die ersten drei Tage waren wie eine schwere Grippe, jetzt geht es aber wieder.

Das ist gut zu hören! Welches Album hast du dir, in deiner Quarantäne, als letztes komplett angehört?

Das war die letzten Maiden.

Ich nehme daher an, dass dir Senjutsu gefällt…

Mir gefällt es! Diese überlangen Songs muss man natürlich mögen. Dass Bruce Dickinson mit Mitte 60 nicht mehr singt wie auf der Somewhere in Time, ist klar. Aber trotzdem muss ich sagen, dass ich es immer noch cool finde, was die Band macht. In meinem Freundeskreis gibt es aber mehrere, die mit der Platte nichts anfangen können – „langweilige Melodien“ und so, ich kann das gar nicht verstehen… Man muss sich ja auch mal vergegenwärtigen, dass die Band seit über 40 Jahren Musik macht. Und viele erwarten immer wieder dasselbe von Maiden. Aber als Musiker möchtest du dich ja weiterentwickeln, man möchte nicht immer dasselbe machen. Die künstlerische Freiheit, Konzeptalben mit längeren Songs zu machen, muss man Maiden schon zugestehen.

Das sehe ich genauso. Wie stehst du eigentlich zu Streaming-Diensten? 

Nicht sehr gut, muss ich sagen. Ich nutze Amazon Music, aber nur, weil ein Freund die Möglichkeit hatte, mich dafür kostenlos freizuschalten. Ich habe aber weder Spotify noch Deezer… ich mag es nicht wirklich. Ich verstehe schon, dass diese Plattformen einen gewissen praktischen Aspekt haben – du hast alles, was du willst, sofort griffbereit. Aber ich bin eben schon old school. Ich bin auch kein Freund von diesen Plattformen, weil ich das Ganze vielleicht zu sehr aus der Perspektive eines Musikers sehe. Mit meinen 43 Jahren muss ich schon sagen, dass sich manche junge Musiker Spotify und Co. schönreden – tolle Möglichkeiten für die eigene Band, tolle Werbung… In meinen Augen haben diese Plattformen aber alles kaputt gemacht. Für mich war das der Anfang vom Ende, auch wenn das nun etwas dramatisch klingt. Früher haben wir auch Tapetrading gemacht, wir haben auch Platten überspielt – keine Frage. Aber trotzdem hat man sich dann immer noch die Original-CD oder das Vinyl gekauft, wenn einem die Musik gefallen hat. Ältere Fans sind wahrscheinlich immer noch so eingestellt, aber viele junge Fans streamen nur noch. Und es kommt ja nichts beim Künstler an! Mir war Geld immer schon völlig egal, aber Streaming macht viele Möglichkeiten für einen Musiker kaputt, weil auch die Labels immer weniger Geld haben. Der Szene hat das nichts gebracht. Kurzum: Ich sehe Streaming-Dienste nicht als Chance für Bands, sondern als Teil des Problems.

Kommen wir zu Crom: Vor einigen Wochen ist eure großartige EP Into the Glory Land erschienen. Wie zufrieden bist du mit dem Ergebnis? 

Ich bin total überzeugt von dem Ding! Die EP war grundsätzlich erst einmal eine Idee unseres neuen Labels. Der Label-Boss wollte eigentlich schon 5,6 Songs von der kommenden Full-Length darauf veröffentlichen. Aber das fand ich nicht gut, 2 Songs waren meiner Meinung nach okay. Ich habe dann gesagt, dass ich ein paar Ideen im Kopf habe, die ich schon lange verwirklichen wollte. Ich dachte mir: Okay, wir haben eine Vinyl mit zwei Seiten, dann machen wir eine Seite „hart“ und eine Seite „ruhig“. Die Akustikversion von „Wings of Fire“ wollte ich schon länger mal veröffentlichen – vor 15 Jahren hatte ich die übrigens mal auf einer Geburtstagsfeier meiner Mutter gespielt. Auch „The Hanging Tree“ war mir wichtig, ich liebe diesen Song! Für mich war die EP alles in allem eine gute Möglichkeit, Sachen umzusetzen, die ich schon lange einmal machen wollte. Für mich als Künstler ist es richtig cool, beide Seiten unserer Band auf einer Vinyl zu vereinen. Das macht Crom auch für mich aus: Von meinem alten Label wurde ich dafür oft ein bisschen kritisiert. Da hieß es dann: Mach doch mal durchgängig ein Ding! Aber das kann und will ich auch gar nicht! Für mich ist Crom schon immer diese Mischung gewesen, aus klassischem epischem Heavy Metal und auch ganz, ganz ruhigen Sachen. 

Ich mag alle fünf Nummern, aber gerade die von dir genannten „The Hanging Tree“ und „Wings of Fire“ in der Akustik-Version haben es mir angetan. So ausdrucksstarke Musik hört man selten… Ich nehme an, der Titeltrack liegt dir aber auch sehr am Herzen?

Ja, natürlich! Der Song, der wie „Riding into the Sun“ auch auf die Full-Length kommt, macht mir selbst einfach unheimlich viel Spaß, das war schon beim Songwriting so. Beide Nummern sind sehr stimmig und haben gute Hooklines – auch wenn ein Reviewer meinte, sie wären zu catchy… Da frage ich mich immer: Wie kann eine Hookline zu catchy sein? Das habe ich nicht ganz verstanden. Dass Crom das Rad nicht neu erfindet, ist klar! Man muss ja auch den Hintergrund der Band sehen: Wir haben ja als Bathory-Hommage begonnen. Mittlerweile haben wir uns aber natürlich in eine eigene Richtung entwickelt.

Das ist eine perfekte Überleitung, Walter: Dass du ein großer Bathory-Fan bist, ist bekannt. Insofern überrascht das Cover von „Song to Hall Up High“ nicht. Aber erzähle unseren Lesern doch einmal, warum du ausgerechnet diese Nummer für Into the Glory Land ausgewählt hast.

Diese ruhigen Sachen von Bathory habe ich immer schon sehr geliebt. Dabei vor allem „Hammerheart“ von Twilight of the Gods und eben „Song to Hall Up High” von Hammerheart. Während des ersten Corona-Lockdowns ist ein alter Kumpel auf mich zugekommen, mit dem ich meine erste Band gehabt hatte. Er hat sein altes Keyboard herausgeholt und gefragt, ob wir nicht mal etwas zusammen machen könnten. Da dachten wir, „Song to Hall Up High” wäre doch geil, und wir haben das in Angriff genommen – als Piano-Ballade, einmal ganz anders. So hat sich das entwickelt, wir haben daraus einen Demo-Song gemacht – obwohl es erst gar nicht geplant war, das Ganze zu veröffentlichen. Dank der EP war es dann aber möglich: Wir haben Keyboard und Gesang noch einmal neu aufgenommen und abgemischt. Ich glaube, obwohl das bei Bathory schwierig ist, die Nummer gehört da schon zu meinen Top 3.

Ich liebe „One Rode to Asa Bay”. Hast du schon einmal daran gedacht, auch dieses Monument im Crom-Gewand zu covern? Oder ist das Original so übermächtig, dass man das lieber lassen sollte?

Ich würde mich schon da rantrauen, das wäre nicht das Problem. Es gibt Songs, da sagt man: Ja, da kann man eigenes hineininterpretieren, wie eben bei „Song to Hall Up High”. Aber wie soll ich „One Rode to Asa Bay” besser machen? Der Song ist so stimmig und auch vom etwas schrägen Gesang von Quorthon geprägt. Schräg ist dabei gar nicht negativ gemeint. Er hat immer emotional und glaubwürdig gesungen. Das ist perfekt so.

Auf unserem Blog haben wir im Juni ein Bathory-Turnier veranstaltet. Alle Alben traten gegeneinander an. Am Ende siegte Hammerheart vor Blood Fire Death und Twilight of the Gods. Wären das auch deine Top 3 gewesen?

Ich mag alle drei Alben, aber bei mir wäre die Reihenfolge anders gewesen: Hammerheart auch auf Platz 1, ganz klar. Auf Platz 2 würde bei mir aber die Blood on Ice kommen. Die hat mich und Crom unglaublich geprägt – noch mehr als alle anderen Bathory-Alben. Auf Platz 3 würde ich Twilight of the Gods setzen.

Warum findest du gerade die Blood on Ice so besonders?

Ich mag das extrem Epische, aber auch diese leichten Punk-Einflüsse. „One Eyed Old Man“ – das ist doch ein Punk-Song, wenn man ehrlich ist – aber ein extrem epischer Punk-Song. Das hat mich damals beim Release einfach extrem angesprochen. Die Hooklines sind auch unglaublich, man denke an „The Woodwoman“, auch „Gods of Thunder of Wind and of Rain“ – das sind Hymnen! Dazu das epische Thema, das mich ganz stark an Conan – wovon ich auch ein Riesenfan bin – erinnert. Alles in allem ein Wahnsinnsalbum, von vorne bis hinten durchdacht. In meinen ganz jungen Jahren war es, wie eben schon gesagt, extrem prägend. Auf unserem ersten Album, Vengeance, habe ich probiert, sehr in diese Richtung zu gehen – obwohl ich das aus meiner Sicht nie geschafft habe. Ich habe generell immer probiert, wie Bathory zu klingen, aber gelungen ist es mir nie – so ist letztendlich der Crom-Sound entstanden. 

Wie steht du eigentlich zu den beiden Nordland-Alben?

Die sind okay. Aber wenn nicht der Name Bathory darauf gestanden hätte, hätte sich wohl niemand so richtig dafür interessiert. Da sind gute Nummern drauf, „Ring of Gold“ zum Beispiel, aber ein Album hätte gereicht. Und selbst dann wäre es wahrscheinlich nur ein mittelmäßiges Album geworden. 

Kommen wir zurück zu Crom: Was habt ihr für das kommende Jahr geplant? Worauf dürfen sich eure Fans freuen? Eine Full-Length steht ja an, wie du gerade gesagt hast.

Wir haben gerade mit der EP das Problem, dass wir länger, d.h. bis Februar, auf den Vinyl-Release warten müssen, digital gibt es Into the Glory Land ja schon. Wegen der Schwierigkeiten in den Presswerken mussten wir unseren ursprünglichen Plan, drei Farben herauszubringen, canceln. Wir können froh sein, wenn wir nun eine Farbe kriegen. Das ist schlimm, betrifft aber nicht nur die kleinen Bands. Für die Full-Length ist eine Veröffentlichung Mitte 2022 geplant – wobei ich mittlerweile schon sage, es wird wohl eher Ende 2022. 

Wie stehst du generell zum Thema Vinyl?

Kaufe ich selbst eigentlich gar nicht mehr. Von früher habe ich noch sehr viel Vinyl zu Hause, ich schätze aber das Praktische an der CD. Als Künstler liebe ich es natürlich, Vinyl zu haben. Als Fan bin ich aber eher der CD-Typ.

Auf unserem Blog dreht sich (fast) alles um Metal mit epischen Elementen. Was verstehst du persönlich unter dem Begriff „Epik“ im Zusammenhang mit Musik? Was macht einen Song für dich „episch“? 

Das ist eine ganz schwierige Frage. Es gibt keine besonderen Eigenschaften, bei denen man sagen kann: Jetzt ist ein Song episch. Er ist zum Beispiel nicht episch, wenn man einfach einen Chor einfügt. Es gibt einfach Songs, die haben es und manche eben nicht. Ein Song muss eine ganz bestimmte Stimmung haben – die kann man aber aus meiner Sicht nicht erzwingen. Mit bestimmten Stilmitteln kann man gewisse Gefühle erzeugen. Aber Epik? Dieses Erhabene, Majestätische… da spielt vieles eine Rolle: Der Gesang, die Aufnahme, die Produktion. Die Produktion kann Scheiße, aber trotzdem episch ohne Ende sein. Mit einer Hochglanzproduktion verliert man sämtliche Epik. Es gibt im Übrigen viele Alben von Bands, auf denen nur ein Song von mir das Prädikat „episch“ bekommt.

Welche Epic Metal-Bands magst du eigentlich besonders?

Da geht es ja schon wieder los, was ist Epic Metal? Für mich ist Manowar auch epischer Metal, die mag ich ziemlich gern, so bis zur Triumph of Steel ungefähr. Atlantean Kodex finde ich noch ganz cool, Borknagar finde ich auch gut.

Atlantean Kodex ist ein gutes Stichwort. Bei denen gibt es auf der Bühne ja keine nennenswerten Showelemente. Mal angenommen, du hättest mit Crom ein riesengroßes Budget zur Verfügung: Wie würdest du eure Auftritte gestalten?

Da bin ich eher wie Atlantean Kodex. Ein bisschen Visuelles gehört auf der Bühne schon dazu. Ich mag es zum Beispiel, wenn eine Band einheitlich gekleidet ist, egal wie es ausschaut. Was mich aber immer mehr langweilt, ist dieses Überladene. Ich möchte Amon Amarth jetzt gar nicht werten, aber das ist mir zu viel Plingpling. So etwas mag ich bei Guns n‘ Roses und Kiss, da gehört das für mich dazu. Aber um auf deine Frage zurückzukommen: Ich hätte mit Crom einfach gerne ein gutes Budget, sodass ich mich live gut höre, vielleicht ein paar kleine Effekte. Ansonsten möchte ich aber einfach ehrlich mein Zeug runterspielen, am besten vor einer Menge, die gut mitgeht.

Mit welchen Bands würdest du denn gerne mal auf Tour gehen?

Ach, ich bin ein sehr realistischer Mensch, da ich aus beruflichen Gründen einfach gar nicht touren kann. Am liebsten spielen würde ich mit Bands, die wie wir die alten Ideale vertreten. Ich mag Leute, die authentisch sind, ich mag keine Rockstars, ich mag normale Leute. Es gibt wirklich keine Band, bei der ich sage: Wow, mit denen möchte ich gerne spielen. Generell finde ich so 1- oder 2-Tages-Festivals viel cooler, das ist dann einfach etwas Besonderes. 

2021 ist inzwischen Geschichte. Welche Alben aus dem letzten Jahr konnten dich besonders begeistern? Über Senjutsu haben wir ja bereits gesprochen.

Ich muss zugeben, das war gar nicht so viel… Helloween auf jeden Fall!

Was war denn die letzte jüngere Band, die du für dich entdeckt hast?

Diese Jungs erwähne ich immer wieder gerne, wir haben mit denen auch mal live in Braunschweig gespielt: Don’t Drop The Sword. Total nette, gute Typen! Die machen ehrliche Musik und spielen einfach das, was sie spielen wollen. 

Worauf freust du dich, wenn du in das neue Jahr blickst?

Ich würde mich besonders freuen, wenn wir die verschobenen Gigs 2022 nachholen können. Crom war ja ewig lange ein Soloprojekt. Nun haben wir eine richtige Band, sind durch Corona aber ausgebremst worden, als das Ganze Fahrt aufgenommen hat. Außerdem freue ich mich darauf, euch dann auch 2022 die neue CD präsentieren zu können.

Darauf freuen wir uns auch schon! Walter, danke dir für das Gespräch! Bleib‘ bzw. werde gesund – und habe einen guten Start in das neue Jahr!

1 month ago Crom released Into the Glory Land, a great EP that Aidan and I each voted #2 in our EP of the year rankings. So we are very happy to present you an interview with Crom mastermind Walter Grosse today. We especially appreciate that he took the time for us despite a (fading) illness.

André: Walter, thank you for taking time for our blog. How did you get through the Christmas holidays?

Walter: It was relatively shitty, because we are currently in Corona quarantine. So the holidays were very quiet.

Oh dear… How are you doing right now?

I’m quite fit again now. The first three days were like a severe flu, but now I’m fine again.

That’s good to hear! Which album did you listen to completely the last time you were in quarantine?

That was the last Maiden.

So I’m assuming you like Senjutsu?

I like it! You have to like those overlong songs, of course. It’s clear that Bruce Dickinson in his mid-60s doesn’t sing like he did on Somewhere in Time. But nevertheless I have to say that I still think it’s cool what the band does. But in my circle of friends there are several who can’t do anything with the record – “boring melodies“ and so on, I can’t understand that at all… You also have to realise that the band has been making music for over 40 years. And many people expect the same thing from Maiden over and over again. But as a musician you want to develop, you don’t always want to do the same thing. You have to give Maiden the artistic freedom to make concept albums with longer songs.

I see it the same way. What do you think about streaming services?

Not very positively, I have to say. I use Amazon Music, but only because a friend gave me the opportunity to sign up for it for free. But I don’t have Spotify or Deezer… I don’t really like it. I understand that these platforms have a certain practical aspect – you have everything you want at your fingertips. But I’m old school. I’m not a fan of these platforms either, because maybe I see the whole thing too much from a musician’s perspective. At the age of 43, I have to say that some young musicians talk themselves into Spotify and the like – great opportunities for their own band, great advertising… But in my eyes, these platforms have ruined everything. For me, that was the beginning of the end, even if that sounds a bit dramatic now. We used to do tapetrading, we also overdubbed records – no question about that. But you still bought the original CD or vinyl if you liked the music. Older fans are probably still like that, but many young fans only stream. And nothing reaches the artist! I’ve always been totally indifferent to money, but streaming destroys many opportunities for a musician because the labels also have less and less money. It hasn’t done anything for the scene. In short, I don’t see streaming services as an opportunity for bands, but as part of the problem.

Let’s move on to Crom: A few weeks ago, your great EP Into the Glory Land was released. How satisfied are you with the result?

I am totally convinced by the thing! The EP was basically an idea of our new label first. The label boss actually wanted to release 5,6 songs from the upcoming full-length on it. But I didn’t like that, 2 songs were okay in my opinion. I then said that I had a few ideas in my head that I had wanted to realise for a long time. I thought: Okay, we have a vinyl with two sides, then we make one side “hard“ and one side “quiet“. I wanted to release the acoustic version of “Wings of Fire“ for a long time – by the way, I played it 15 years ago at a birthday party of my mother. “The Hanging Tree“ was also important to me, I love this song! All in all, the EP was a good opportunity for me to do things I’ve wanted to do for a long time. For me as an artist, it’s really cool to combine both sides of our band on one vinyl. That’s what makes Crom for me as well: My old label often criticised me a bit for that. Then they said: “Why don’t you do one thing all the way through?“ But I can’t and don’t want to do that! For me, Crom has always been this mixture of classic epic heavy metal and also very, very quiet things.

I like all five songs, but especially the acoustic version of “The Hanging Tree“ and “Wings of Fire“, which you mentioned, really appealed to me. It’s rare to hear such expressive music… I suppose the title track is also very close to your heart?

Yes, of course! The song, which like “Riding into the Sun“ will also be on the full-length, is simply a lot of fun for me, that was already the case during the songwriting. Both numbers are very coherent and have good hooks – even if one reviewer said they were too catchy… I always ask myself: How can a hook be too catchy? I didn’t quite understand that. It’s clear that Crom doesn’t reinvent the wheel! You also have to see the background of the band: We started out as a Bathory homage. In the meantime, however, we have naturally developed in our own direction.

That’s a perfect transition, Walter: It’s well known that you’re a big Bathory fan. So the cover of “Song to Hall Up High“ is not surprising. But tell our readers why you chose this number for Into the Glory Land.

I have always loved these quiet things by Bathory. Especially “Hammerheart“ from Twilight of the Gods and “Song to Hall Up High“ from Hammerheart. During the first Corona lockdown, an old buddy of mine, with whom I had had my first band, came up to me. He pulled out his old keyboard and asked if we could do something together. We thought “Song to Hall Up High“ would be cool, and we tackled it – as a piano ballad, something completely different. That’s how it developed, we made a demo song out of it – although it wasn’t planned to release the whole thing at first. But thanks to the EP it was possible: we re-recorded the keyboard and vocals and mixed them again. I think, although it’s difficult with Bathory, the number belongs to my top 3.

I love “One Rode to Asa Bay“. Have you ever thought of covering this monument in Crom’s guise? Or is the original so overpowering that it’s better not to do it?

I would dare to do it, that wouldn’t be the problem. There are songs where you say: Yes, you can interpret your own into it, like with “Song to Hall Up High“. But how can I make “One Rode to Asa Bay“ better? The song is so coherent and also characterised by Quorthon’s somewhat off-key singing. “Off-key“ is not meant in a negative way at all. He has always sung emotionally and credibly. That is perfect.

On our blog we held a Bathory tournament in June. All the albums competed against each other. In the end, Hammerheart won ahead of Blood Fire Death and Twilight of the Gods. Would those have been your top 3 as well?

I like all three albums, but for me the order would have been different: Hammerheart also on place 1, for sure. But Blood on Ice would have come in second place for me. It had an incredible impact on me and Crom – even more than all the other Bathory albums. On place 3 I would put Twilight of the Gods.

Why do you find Blood on Ice so special?

I like the extremely epic, but also these slight punk influences. “One Eyed Old Man“ – that’s a punk song, if you’re honest – but an extremely epic punk song. It just appealed to me extremely at the time of the release. The hooklines are also incredible, think of “The Woodwoman“, also “Gods of Thunder of Wind and of Rain“ – these are anthems! Plus the epic theme, which reminds me a lot of Conan – of which I am also a huge fan. All in all, it’s a hell of an album, well thought out from front to back. In my very young years, as I said before, it was extremely formative. On our first album, Vengeance, I tried to go very much in that direction – although from my point of view I never managed to do that. In general, I always tried to sound like Bathory, but I never succeeded – that’s how the Crom sound came about in the end.

What do you think about the two Nordland albums?

They are okay. But if there hadn’t been the name Bathory on them, nobody would have been really interested in them. There are good songs on it, “Ring of Gold“ for example, but one album would have been enough. And even then it would probably have been a mediocre album.

Let’s get back to Crom: What do you have planned for the coming year? What can your fans look forward to? A full-length is coming up, as you just said.

We have the problem with the EP that we have to wait longer for the vinyl release, i.e. until February, because Into the Glory Land is already available digitally. Because of the difficulties at the pressing plants we had to cancel our original plan to release three colours. We’ll be lucky if we get one colour now. That’s bad, but it doesn’t only affect the small bands. For the full-length, a release in the middle of 2022 is planned – although I’m already saying by now that it will probably be more like the end of 2022.

What is your general attitude towards vinyl?

I don’t really buy vinyl myself any more. I still have a lot of vinyl at home from the past, but I appreciate the practicality of the CD. As an artist, I love having vinyl, of course. But as a fan, I’m more of a CD guy.

Our blog is (almost) all about metal with epic elements. What do you personally understand by the term “epic“ in connection with music? What makes a song “epic“ for you?

That’s a very difficult question. There are no special qualities where you can say: Now a song is epic. For example, it’s not epic if you just add a choir. There are simply songs that have it and some that don’t. A song has to have a certain mood – but from my point of view you can’t force it. You can create certain feelings with certain stylistic devices. But epic? This sublime, majestic… there are many things that play a role: the singing, the recording, the production. The production can be shit, but still epic without end. With a glossy production, you lose all epicness. By the way, there are many albums by bands on which only one song gets the rating “epic“ from me.

Which Epic Metal bands do you like the most?

Here we go again, what is Epic Metal? For me, Manowar is also epic metal, I like them quite a lot, up to Triumph of Steel. Atlantean Kodex I find quite cool, Borknagar I also find good.

Atlantean Kodex is a good keyword. There are no show elements worth mentioning on stage. Let’s assume you had a huge budget with Crom: How would you organise your performances?

I’m more like Atlantean Kodex. A little bit of visuals on stage is part of it. For example, I like it when a band is dressed uniformly, no matter what it looks like. But what bores me more and more is this overloading. I don’t want to judge Amon Amarth at all, but that’s too much plingpling for me. I like that kind of thing with Guns n‘ Roses and Kiss, that’s part of it for me. But to come back to your question: I would just like to have a good budget with Crom, so I can hear myself well live, maybe some little effects. But otherwise, I just want to play my stuff honestly, preferably in front of a crowd that goes along well.

What bands would you like to tour with?

Oh, I’m a very realistic person, because I just can’t tour at all for professional reasons. I would love to play with bands that represent the old ideals like we do. I like people who are authentic, I don’t like rock stars, I like normal people. There is really no band where I say: Wow, I would like to play with them. In general, I find 1-day or 2-day festivals much cooler, it’s just something special.

2021 is history by now. Which albums from last year were you particularly enthusiastic about? We’ve already talked about Senjutsu.

I have to admit, it wasn’t that much… Helloween for sure!

What was the last younger band you discovered for yourself?

I always like to mention these guys, we played live with them in Braunschweig once: Don’t Drop The Sword. Totally nice, good guys! They make honest music and just play what they want to play.

What are you looking forward to in the new year?

I would be especially happy if we could make up for the postponed gigs in 2022. Crom was a solo project for ages. Now we have a real band, but we were slowed down by Corona when the whole thing took off. I’m also looking forward to presenting the new CD to you in 2022.

We’re looking forward to that too! Walter, thank you for the interview! Stay healthy – and have a good start into the new year!

Kommentar verfassen