Interview: Gravety

English version below

Gravety haben im letzten Jahr mit Bow Down eines der Jahreshighlights im Bereich Epic Heavy Metal veröffentlicht. WIr freuen uns, euch nun ein ausführliches Interview mit Kevin (Gesang) und Gernot (Gitarre) präsentieren zu können. Viel Spaß beim Lesen.

André: Kevin, Gernot, herzlichen Dank, dass ihr euch Zeit für unseren Blog nehmt. Fangen wir einmal mit einem kleinen Rückblick an – Wie beurteilt ihr generell das musikalische Jahr 2021? 

Gernot: Es gab viel Gutes! Manches habe ich leider erst spät entdeckt.

Kevin: Ja, es war ein unheimlich starkes Jahr für den Metal – gerade auch wenn ich an die Alben von jungen Bands denke.

Aidan: Bei uns seid ihr weit oben auf unserer Newcomer-Liste gelandet. Habt ihr auch den Eindruck, dass 2021 ein ganz neues Kapitel für eure Band begonnen hat, das nicht viel mit dem vorherigen zu tun hat?

Gernot: Ja, das kann man genau so sagen! Das war auch ein natürlicher Prozess. Es kam niemand, der plötzlich sagte: Nun machen wir Epic Heavy Metal. 

Kevin: Die Basis war bei uns immer schon Heavy Metal. Mit Ausreißern, d.h. mal etwas aggressiver, mal etwas Thrash – aber melodisch und nicht zu schnell. Dazu ein bisschen Doom, aber dann auch eher Epic Doom. Die jetzige Ausrichtung gefällt uns auf jeden Fall besser als das Hin- und Herpendeln zwischen den Stilen.

Gernot: Auf der ersten Scheibe hat jeder seinen Stil miteingebracht. So entstand dieses bunte Potpourri. Mittlerweile haben wir uns als Band besser gefunden. 

Kevin: Bis auf zwei Songs hatten wir auch all unsere Nummern auf das erste Album gepackt. Es gab damals keine lange Findungsphase mit einem Demo oder so. Als genug Songs da waren, haben wir das Album veröffentlicht.

André: Wann sind die ersten Songs für Bow Down entstanden?

Gernot: „Red Mountain“ ist der älteste Song, in der ersten Fassung entstanden im Jahr 2010. Als wir über Bow Down sprachen, dachte ich mir, dass der Song gut darauf passen würde. Wir haben aber noch ein bisschen daran herumgeschraubt, sodass „Red Mountain“ nicht mehr dieselbe Nummer ist wie damals. Aber auch den Titeltrack hatten wir schon um 2010 herum in seiner ursprünglichen Form. Denn haben wir sogar mal live gespielt.

Kevin: Ja, aber der hatte sogar einen anderen Text. An den alten konnte ich mich gar nicht mehr erinnern, daher musste ich die Lyrics auch neu schreiben. 

Aidan: Wie läuft bei Gravety das Songwriting ab? Hat sich da im Vergleich zu eurer ersten Bandphase auch etwas geändert?

Gernot: Vom Prinzip her ist das ähnlich. Riffs und Strukturen schreibt jeder von uns, der ein Instrument bedient, selbst. Kevin macht die Gesangslinien und dann packen wir das zusammen. Anders ist das Zusammenführen: Früher waren wir oft im Proberaum, heute treffen wir uns eher selten, d.h. so einmal im Monat. Wenn ein Gig ansteht, natürlich häufiger. Die Konstruktion der Songs geschieht also in einer Art Vorproduktion. Dann schauen wir, wie das Ding wird und manche Parts werden abgeändert. Das ist etwas aufwendiger, aber es rentiert sich. Kurzum: Das gemeinsame Jammen ist einfach weniger geworden, das fokussierte Arbeiten am Song ist dafür mehr geworden.

Kevin: Wir tauschen uns aber trotzdem immer sehr viel aus, auf digitalem Wege, um über unsere Songideen zu sprechen.

André: Was sind eure Lieblingssongs auf Bow Down?

Kevin: Bei mir das sehr einfach – „Carry on the Flame“. Das liegt an der emotionalen Bindung. Ich hatte wirklich das Bedürfnis, für Mark Shelton etwas zu schreiben. Wie es bei ihm oft der Fall war, habe auch ich mich ein wenig von Lovecraft und Conan inspirieren lassen. Daneben muss ich „Tower of Ghenjei“ nennen – ein Song, der auch allgemein gut ankommt. Der Chorus und auch der ruhige Part, nachdem es so richtig abgeht, das ist uns – finde ich – schon ganz gut gelungen.

Aidan: Ich mag vor allem „Unleash the Flame“. Das ist mein Song, der lässt mich nicht mehr los. Egal ob im Gym oder sonstwo – das geht immer!

Gernot: Mein Favorit ist ein anderer, nämlich „Braveness Beyond Fear“. Der Song ist ein bisschen sperrig, aber genau das mag ich an dem Ding. Aber die anderen Songs sind natürlich auch alle supergeil, aber „Braveness Beyond Fear“ finde ich noch einen Tacken geiler…

Aidan: Wie beurteilt ihr selbst die Platte? Seid ihr rundum zufrieden? Oder gibt es etwas, das ihr beim nächsten Mal anders machen würdet?

Gernot: Kommt drauf an, wen du fragst. Als Band sind wir zufrieden – ich würde nichts ändern wollen. Wenn du mich als Sound Engineer fragst, fallen mir immer ein paar Sachen ein, bei denen ich nicht komplett zufrieden bin. Aber das muss man akzeptieren. Die Songs bleiben geil, aber am Mixing würde ich eventuell etwas ändern.

Kevin: Ich bin zufrieden, auch mit der Produktion – das hat Gernot richtig gut gemacht. Hier gab es auch ein Lob von Patrick Engel, der für den Vinyl-Master zuständig ist. 

André: Seid ihr auch mit dem äußeren Erscheinungsbild des Albums zufrieden? Sind Artwork und Cover so geworden, wie ihr euch das vorgestellt habt?

Kevin: Ja, das schon. Das Cover ist aber ein bisschen dunkler geworden, als wir gedacht hatten. Ich muss aber dabei sagen, dass wir das Bild von Velio Josto an sich großartig finden.

Aidan: Wird das denn auf der vorhin von euch erwähnten Vinyl anders ausschauen?

Gernot: Ich hoffe zumindest, dass das Cover ein bisschen besser aussehen wird. Leider kann ich das vorher nicht testen…

Kevin: Von der Innengestaltung her sind wir echt zufrieden, Artwork, Bilder… Jeder Song hat ja ein eigenes Bild – das fanden wir ganz schön, da Bow Down eine Art Geschichten-Potpourri ist.

André: Wo sind eigentlich die Bandaufnahmen entstanden?

Gernot: Auf der Teufelsburg, hier ganz in der Nähe.

Kevin: Gemacht wurden die Fotos von Philipps Frau Denise. Das war durchaus anstrengend für den einen oder anderen von uns. 

Gernot: Ja, der Simon mag die Höhe nicht. Das war für ihn echt hart.

Kevin: Das hat er aber gut gemacht. Am Ende sieht er da sehr stabil aus.

André: Kevin, ich weiß, dass dir Lyrics sehr wichtig sind. Wie entstehen Texte bei dir? Sitzt du im Auto und plötzlich kommt eine Idee? Oder musst du dich eher zwingen und vor den Laptop setzen, um an euren Lyrics zu arbeiten?

Kevin: Sowohl als auch. Manchmal kommen Ideen einfach – dann muss ich das schnell in mein Handy tippen. Manchmal singe ich auch etwas ein, wenn ich gleich eine Gesangslinie im Kopf habe. So war das auch bei „Carry on the Flame“, da ist mir die Gesangslinie nach einer durchzechten Nacht eingefallen. Bei manchen Songs ist es aber auch so, dass ich mich gezielt hinsetze und recherchiere. Dann versuche ich, die Geschichte, über die ich singen möchte, in Worte zu fassen und gleich an Strophen und Versen zu arbeiten. Wir ergänzen uns in der Band aber bei diesem Prozess gut – ich schicke meine Ideen rum. Gernot hilft mir dabei sehr, sein Englisch ist zum Beispiel auch am besten, er haut dann schon mal ein paar alte Begriffe raus, die gut passen. Der [zensiert] macht dabei am wenigsten… 

André: Gibt es denn irgendwelche Themen, die ihr besonders gerne einmal auf eurer nächsten Platte verarbeiten möchtet?

Kevin: So viel möchten wir noch gar nicht verraten.

Gernot: Auf Bow Down gab es ja vor allem epische Themen. Das nächste Album soll auf dieser Ebene etwas düsterer werden… Punkt.

Kevin: Es soll etwas weniger heroisch werden, weniger Pathos. Das Thema ist klar für uns – und im Endeffekt sind wir immer von irgendwelchen Filmen und Büchern beeinflusst.

Aidan: Wie war bis dato das Feedback in Bezug auf Bow Down? Gab es z.B. einen Review, über den ihr euch geärgert habt?

Gernot: Was ich im Netz bislang gefunden habe, ist durchweg positiv. 

Kevin: Wir haben tatsächlich noch nichts Schlechtes gehört. 

Gernot: Es hat höchstens mal jemand gesagt: Das ist nicht mein Ding! – Aber gut, das ist dann halt so. Ein Ritterschlag ist es natürlich, dass über Bow Down ein positiver Review auf dem Metallum steht. Das fand ich saustark! Euer Review ist selbstverständlich auch super!

Kevin: Von Saitenkult gab es auch einen guten Review. Das war auch richtig gut geschrieben. 

André: Könnt ihr sagen, wo sich die meisten eurer Fans tummeln? Deutschland und Griechenland wären unsere Tipps…

Kevin: Aus Griechenland kam bis jetzt gar nicht so viel. Vor allem Deutschland, aber auch Italien.

Gernot: Ich kann euch sagen, wo wir besonders oft gehört werden. Top 5: Deutschland, USA, Schweden, Italien und Spanien.

André: Welche Musiker haben euch an euren jeweiligen Instrumenten besonders inspiriert? Dass Kevin eigentlich Elvis sein möchte, ist ja klar!

Kevin: Ich habe in der Schule mit dem Singen begonnen und da war Elvis neben anderen Rock’n’Roll-Nummern im Repertoire. Anfangs habe ich tatsächlich etwas geknödelt. In Sachen Ausdruck beeinflusst Elvis mich auch heute noch, gerade in den ruhigeren Momenten. Ein weiterer Einfluss ist Dio, an erster Stelle im Metal, in puncto Phrasierung und Feeling hat das niemand besser gemacht. Robert Lowe ist noch zu nennen, zudem Messiah Marcolin, ansonsten James Rivera, Harry Conklin und Rob Halford. 

André: Hast du dir auch irgendetwas von Mark Shelton abgeguckt?

Kevin: Nein, das tatsächlich nicht, wenn ich ihn als Sänger betrachte. Wohl aber das Geschichtenerzählen hat mich inspiriert. Zudem fand ich es immer gut, dass Mark auf jedem Album ein bisschen anders klingen wollte. Das ist bei uns, wenn wir an die nächste Platte, die etwas düsterer werden soll, ja auch der Fall.

Gernot: Der erste Musiker, der mich berührt hat, war Sting. Mit 6 Jahren hatte ich die erste Platte aufgelegt – von ihm habe ich alles. Wenn ich an Gitarristen denke: Mark Knopfler – er kann das, was er fühlt, hervorragend mit seiner Gitarre herüberbringen, das kann auch er nur so. Wenn es um Metal-Riffing geht, bin ich bei Jon Schaffer. Das liegt an seinem ultimativ-geilen Stakkato-Riffing – das ist auch ein bisschen in „Tower of Ghenjei“, hört mal genau hin. Zudem ist noch Rock’n’Rolf mit Running Wild zu nennen. 

Kevin: Und Savatage?

Gernot: Ach, Criss Oliva, das ist nicht meine Klasse. Der ist Hammer, unerreicht. Vergessen habe ich übrigens noch Arjen Lucassen, ganz wichtig für mich. Ich liebe Ayreon ohne Ende!

Aidan: Eine beliebte Frage bei uns: Angenommen, ihr hättet ein hohes Budget für Live-Auftritte. Wie würdet ihr sie gestalten? Wie sähe die Bühne aus? Und was wäre euer Traum-Lineup? Das können auch Bands sein, die gar nicht mehr existieren.

Kevin: Atlantean Kodex und Visigoth wären klasse. Dazu Manilla Road, Black Sabbath mit Dio oder Tony Martin. Judas Priest noch… das wäre dann schon Monsters of Rock.

Gernot: Dann machen wir doch ein Festival. Pantera und Savatage wären dabei. Ayreon muss spielen, Running Wild hätte ich gerne dazu. 

Kevin: Mit Drumcomputer?

Gernot: In echt natürlich…

Aidan: Lukas übernimmt dann die Parts! (Lukas ist der Schlagzeuger von Gravety)

Gernot: Zum Bühnenbild: Episch auf jeden Fall. Ich hätte gerne ein Stück Burg auf der Bühne.

Aidan: Ja, die Teufelsburg am besten…

Gernot: Genau!

Kevin: Dazu einen Schädelhaufen vielleicht. Ich würde zudem, ähnlich wie Demon das gemacht haben, aus einem Grab oder einem Sarg kommen. 

Gernot: Da hätte ich Angst vor Spinal Tap-Momenten…

Kevin: Schick wären auch Friedhofsgitter vor den Versteckern, dazu Grabkerzen.

Gernot: Dazu alles in Nebel gehüllt…

André: Ideen sind auf jeden Fall da!

Kevin: Größenwahnsinnig sind wir nicht! 2012 haben wir übrigens mit Powerwolf gespielt, das war unser größter Auftritt bislang. Die hatten auch ein gutes Bühnenbild, mit Kreuzen an der Decke und Kirchenornament.

André: Gibt es neben Powerwolf auch noch andere Bands, die euch visuell überzeugt haben?

Kevin: Rush!

Gernot: Auf jeden Fall Rammstein und auch Iron Maiden, deren Live-Show ist krass. Ich hasse es nur, dass sie „The Trooper“ immer zu schnell spielen! Auch das Acting von Bruce Dickinson ist Wahnsinn – wie viele Kilometer macht der auf der Bühne? Als Mensch hat mich auch der Barney von Napalm Death beeindruckt – so ein freundlicher Typ, der stellt sich erst einmal bei der ganzen Crew vor. 

André: Welche Pläne habt ihr für das Jahr 2022? Den Vinyl-Release hatten wir ja schon angesprochen…

Kevin: Tja, live spielen wäre mal schön. Aber das ist im Moment ja nicht so einfach. Als Newcomer im gewissen Sinne müssen wir uns Gehör verschaffen. Es müsste also jemand sagen: Die Jungs laden wir ein. Wir sind sicherlich easy und fordern keine Riesen-Gage, warum auch… Aber wir würden einfach mal wieder gerne spielen. Alles in allem ist das aber so ziemlich der einzige Plan.

Gernot: Ja, abgesehen davon, dass das Songwriting natürlich weitergeht. Was das Live-Spielen angeht, haben wir zum Glück schon ein paar Kontakte geknüpft.

Kevin: Im Sommer ist hoffentlich wieder mehr möglich. Aber konkret ist noch nichts. 

André: Gibt es eigentlich auch einen Plan B? Veröffentlicht ihr, wenn das mit den Gigs nicht klappt, ähnlich wie Sorcerer mal eine Cover-EP? Oder etwas Akustisches?

Gernot: Das muss ich fühlen… da kann ich jetzt noch nichts sagen. Das muss sich finden – wobei ich persönlich nun kein Freund von Covern bin. Ich schmücke mich ungern mit fremden Federn – und wenn, dann muss man das neu interpretieren, und das ist echt schwierig. Da stecke ich meine Energie lieber in eigene Sachen. Aber mal schauen, sag‘ niemals nie.

Kevin: Das sehe ich ähnlich. Es ist jetzt nichts geplant. Aber etwas Akustisches… warum nicht, wenn es sich ergibt? Wir sind auch für so was offen. Bei unserer Album-Releaseshow haben wir ja schon so etwas im kleinen Rahmen gemacht.

Aidan: Letzte Frage: Wir wissen, dass Kevin ein großer Filmfreak ist. Habt ihr ein paar Geheimtipps für unsere Leser – d.h. Filme, die sie sich unbedingt einmal anschauen sollten? Am besten episch.

Gernot: Ich habe ein Film-Nichtempfehlung: Ich liebe Das Rad der Zeit. Lest die Bücher, scheißt auf die Serie! 

Kevin: Ich stehe ja auf italienische Achtziger-Barbarenfilme. Das ist oft recht trashig, aber ich mag die – auch wenn ich oft allein damit bin. The Sword and the Sorcerer könnte man sich mal anschauen, das ist aber kein Geheimtipp. 

André: Habt ihr noch irgendwelche „letzte Worte“, die ihr an unsere Leser richten möchtet?

Kevin: Im Namen der ganzen Band möchte ich mich für euren Support bedanken. Auch von eurer Seite natürlich! Aber es gab auch schon viel Feedback von Lesern. Man merkt euch beiden die Leidenschaft an, das finde ich cool. Macht weiter so!

André: „Carry on the Flame“! Wunderbare Schlussworte – vielen Dank dafür und selbstverständlich für dieses sehr informative Interview.

Last year, Gravety released Bow Down, one of the year’s highlights in the genre of epic heavy metal. We are glad to present you a detailed interview with Kevin (vocals) and Gernot (guitar). Have fun reading.

André: Kevin, Gernot, thank you very much for taking the time for our blog. Let’s start with a little review – how do you assess the musical year 2021 in general?

Gernot: There was a lot of good stuff! Unfortunately, I only discovered some of it late.

Kevin: Yes, it was an incredibly strong year for metal – especially when I think about the albums of young bands.

Aidan: You have landed high on our list of newcomers. Do you also have the impression that 2021 has started a whole new chapter for your band that doesn’t have much to do with the previous one?

Gernot: Yes, you can say that exactly! It was also a natural process. There was no one who suddenly said: Now we’re doing Epic Heavy Metal.

Kevin: The basis for us has always been heavy metal. With outliers, i.e. sometimes a bit more aggressive, sometimes a bit thrash – but melodic and not too fast. Plus a bit of doom, but then also more epic doom. We definitely like the current direction better than the back and forth between the styles.

Gernot: On the first record, everyone brought in their own style. That’s how this colourful potpourri came about. In the meantime we have found each other better as a band.

Kevin: Except for two songs, we had also put all our numbers on the first album. There was no long discovery phase with a demo or something. When there were enough songs, we released the album.

André: When did you write the first songs for Bow Down?

Gernot: “Red Mountain“ is the oldest song, the first version was written in 2010. When we were talking about Bow Down, I thought the song would fit well on it. But we changed it a bit, so “Red Mountain“ is not the same number as it was back then. But we also had the title track in its original form around 2010. We even played it live once.

Kevin: Yes, but it even had different lyrics. I couldn’t even remember the old one, so I had to rewrite the lyrics as well.

Aidan: How does the songwriting work with Gravety? Has anything changed compared to your first band phase?

Gernot: In principle it’s similar. Riffs and structures are written by each of us who plays an instrument. Kevin does the vocal lines and then we put it together. What is different is the bringing together: In the past we were often in the rehearsal room, now we meet rather rarely, i.e. about once a month. When a gig is coming up, more often, of course. So the construction of the songs happens in a kind of pre-production. Then we see how the thing turns out and some parts are changed. It’s a bit more time-consuming, but it pays off. In short: jamming together has simply become less, the focused work on the song has become more.

Kevin: But we still exchange a lot, digitally, to talk about our song ideas.

André: What are your favourite songs on Bow Down?

Kevin: For me it’s very simple – “Carry on the Flame“. It’s because of the emotional connection. I really felt the need to write something for Mark Shelton. As was often the case with him, I also drew a little inspiration from Lovecraft and Conan. Besides that, I have to mention “Tower of Ghenjei“ – a song that is also generally well received. The chorus and also the quiet part after it really takes off, I think we’ve managed that quite well.

Aidan: I especially like “Unleash the Flame“. That’s my song, it won’t let me go. It doesn’t matter if it’s in the gym or anywhere else – it always goes!

Gernot: My favourite is another one, “Braveness Beyond Fear“. The song is a bit bulky, but that’s what I like about it. But the other songs are all super cool too, of course, but “Braveness Beyond Fear“ I find even more awesome…

Aidan: How do you rate the record? Are you completely satisfied? Or is there something you would do differently next time?

Gernot: It depends on who you ask. As a band we are satisfied – I wouldn’t want to change anything. If you ask me as a sound engineer, I can always think of a few things where I’m not completely satisfied. But you have to accept that. The songs remain cool, but I would possibly change something in the mixing.

Kevin: I’m satisfied, also with the production – Gernot did a really good job. There was also praise from Patrick Engel, who is responsible for the vinyl master.

André: Are you also satisfied with the outer appearance of the album? Did the artwork and cover turn out the way you imagined?

Kevin: Yes, they did. The cover turned out a bit darker than we had expected. But I have to say that we think the picture of Velio Josto is great.

Aidan: Will it look different on the vinyl you mentioned earlier?

Gernot: At least I hope that the cover will look a bit better. Unfortunately I can’t test it beforehand…

Kevin: We are really satisfied with the interior design, artwork, pictures… Every song has its own picture – we thought that was quite nice, because Bow Down is a kind of story potpourri.

André: Where were the band shootings made?

Gernot: At the Teufelsburg, very close to here.

Kevin: The photos were taken by Philipp’s wife Denise. That was quite exhausting for one or the other of us.

Gernot: Yes, Simon doesn’t like heights. That was really hard for him.

Kevin: But he did a good job. In the end he looks very stable.

André: Kevin, I know that lyrics are very important to you. How do you create lyrics? Do you sit in the car and suddenly an idea comes? Or do you have to force yourself to sit in front of the laptop to work on your lyrics?

Kevin: Sometimes ideas just come – then I have to type them quickly into my mobile phone. Sometimes I also sing something when I have a vocal line in my head. That was the case with “Carry on the Flame“, the vocal line came to me after a night of drinking. But with some songs I also sit down and do research. Then I try to put the story I want to sing about into words and work on verses and verses right away. But we complement each other well in the band in this process – I send my ideas around. Gernot helps me a lot, his English is the best, for example, and he sometimes throws out a few old terms that fit well. He [censored] does the least…

André: Are there any topics that you would like to deal with on your next record?

Kevin: We don’t want to reveal that much yet.

Gernot: On Bow Down there were mainly epic themes. The next album should be a bit darker on that level… full stop.

Kevin: It should be a little less heroic, less pathos. The theme is clear for us – and in the end we are always influenced by some films and books.

Aidan: How has the feedback been so far regarding Bow Down? For example, was there a review that you were angry about?

Gernot: What I’ve found on the internet so far is entirely positive.

Kevin: We actually haven’t heard anything bad yet.

Gernot: At most someone said: “That’s not my thing! – But well, that’s just the way it is. Of course it’s an accolade that there’s a positive review about Bow Down on Metallum. I thought that was great! Your review is also amazing, of course!

Kevin: There was also a good review from Saitenkult. It was really well written.

André: Can you say where most of your fans are? Germany and Greece would be our guesses…

Kevin: There hasn’t been that much from Greece so far. Mainly Germany, but also Italy.

Gernot: I can tell you where we are heard particularly often. Top 5: Germany, USA, Sweden, Italy and Spain.

André: Which musicians have particularly inspired you on your respective instruments? It’s obvious that Kevin would like to be Elvis!

Kevin: I started singing at school and Elvis was in the repertoire, along with other rock’n’roll numbers. In the beginning, I was actually a bit of a dork. In terms of expression, Elvis still influences me today, especially in the quieter moments. Another influence is Dio, first and foremost in metal, in terms of phrasing and feeling, no one has done it better. Robert Lowe should also be mentioned, as well as Messiah Marcolin, otherwise James Rivera, Harry Conklin and Rob Halford.

André: Did you also copy anything from Mark Shelton?

Kevin: No, not really, if I look at him as a singer. But the storytelling inspired me. I also always liked the fact that Mark wanted to sound a bit different on every album. That’s also the case with us, when we think about the next record, which is going to be a bit darker.

Gernot: The first musician who touched me was Sting. I put on my first record when I was 6 years old – I have everything from him. When I think of guitarists: Mark Knopfler – he can convey what he feels excellently with his guitar, he can only do that that way too. When it comes to metal riffing, I’m with Jon Schaffer. That’s because of his ultimate-awesome staccato riffing – that’s also a bit in “Tower of Ghenjei“, listen closely. There’s also Rock’n’Rolf with Running Wild.

Kevin: And Savatage?

Gernot: Oh, Criss Oliva, that’s not my class. He’s awesome, unrivalled. By the way, I forgot Arjen Lucassen, very important for me. I love Ayreon to bits!

Aidan: A popular question among us: Assuming you had a high budget for live performances. How would you arrange them? What would the stage look like? And what would be your dream line-up? These could also be bands that no longer exist.

Kevin: Atlantean Kodex and Visigoth would be great. Plus Manilla Road, Black Sabbath with Dio or Tony Martin. Judas Priest as well… that would be Monsters of Rock.

Gernot: Then let’s do a festival. Pantera and Savatage would be there. Ayreon has to play, Running Wild I would like to have.

Kevin: With a drum machine?

Gernot: For real of course…

Aidan: Lukas will take over the parts then! (Lukas is the drummer of Gravety)

Gernot: About the stage design: Epic for sure. I would like to have a piece of castle on stage.

Aidan: Yes, the Teufelsburg would be best…

Gernot: Exactly!

Kevin: And maybe a pile of skulls. I would also, similar to what Demon did, come out of a grave or a coffin.

Gernot: I would be afraid of Spinal Tap moments…

Kevin: Graveyard grids in front of the hiding places would also be nice, as well as grave candles.

Gernot: And everything shrouded in fog…

André: Ideas are definitely there!

Kevin: We are not megalomaniacs! By the way, in 2012 we played with Powerwolf, that was our biggest gig so far. They also had a good stage set, with crosses on the ceiling and church ornaments.

André: Are there other bands besides Powerwolf that have convinced you visually?

Kevin: Rush!

Gernot: Definitely Rammstein and also Iron Maiden, their live show is rad. I just hate that they always play “The Trooper“ too fast! Bruce Dickinson’s acting is also insane – how many kilometres does he do on stage? As a person I was also impressed by Barney from Napalm Death – such a friendly guy, he first introduces himself to the whole crew.

André: What are your plans for 2022? We already mentioned the vinyl release…

Kevin: Well, playing live would be nice. But that’s not so easy at the moment. As a newcomer in a certain sense, we have to make ourselves heard. So someone would have to say: Let’s invite these guys. We are certainly easy and don’t demand a huge fee, why should we… But we would just like to play again. But all in all, that’s pretty much the only plan.

Gernot: Yes, apart from the fact that the songwriting continues, of course. As far as playing live is concerned, we have fortunately already made a few contacts.

Kevin: Hopefully, more will be possible in the summer. But nothing is concrete yet.

André: Is there actually a plan B? If the gigs don’t work out, will you release a cover EP like Sorcerer? Or something acoustic?

Gernot: I have to feel that out… I can’t say anything yet. Although I personally am not a fan of covers. I don’t like to adorn myself with other people’s feathers – and if I do, then you have to interpret it in a new way, and that’s really difficult. I prefer to put my energy into my own stuff. But let’s see, never say never.

Kevin: I see it the same way. Nothing is planned now. But something acoustic… why not, if it comes up? We are also open for something like that. We already did something like that on a small scale at our album release show.

Aidan: Last question: We know that Kevin is a big film freak. Do you have any insider tips for our readers – i.e. films they should definitely see? Epic is best.

Gernot: I have a film non-recommendation: I love The Wheel of Time. Read the books, fuck the series!

Kevin: I’m a fan of Italian eighties barbarian films. It’s often quite trashy, but I like them – even if I’m often alone with them. The Sword and the Sorcerer could be worth a look, but it’s not an insider tip.

André: Do you have any “last words“ you would like to address to our readers?

Kevin: On behalf of the whole band I would like to thank you for your support. Also from your side, of course! But there has also been a lot of feedback from readers. I can see the passion in both of you, I think that’s cool. Keep it up!

André: “Carry on the Flame“! Wonderful closing words – thank you very much for that and of course for this very informative interview.

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