Interview: is LOVE alive?

English version below

Dieses Interview habt ihr nicht zuletzt Ben von Wheel zu verdanken. Als Aidan und ich letztes Jahr mit ihm zoomten, empfahl er uns unter anderem is LOVE alive? – Ein guter Tipp, denn die Doom-Formation aus dem Ruhrgebiet hat bereits einige Underground-Perlen veröffentlicht. In der Hoffnung, dass sich auch viele unserer Leser in der Zukunft mit der Truppe auseinandersetzen, haben wir beschlossen, deren Bandkopf Tom Pieper ausführlich für den Epic Metal Blog zu befragen. Zu seiner großen Freude quälten wir ihn auch nicht mit einem Saxophon… Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen.

André: Hallo Tom, danke, dass du dir Zeit für unseren Blog nimmst. Wie geht es dir?

Tom: Ich danke dir für das Interesse an is LOVE alive?. Mir geht es soweit ganz gut. Wie wir alle hoffe ich, dass wir in absehbarer Zeit die Pandemie endlich hinter uns lassen können und wir wieder ohne Einschränkungen leben können.

Ja, hoffen wir mal, dass spätestens ab dem Frühjahr wieder mehr möglich ist! In den letzten Tagen habe ich für meinen Review oft das neue Album von Eric Wagner gehört. Welche Bedeutung hatte dieser Musiker für dich? 

Trouble gehören auf jeden Fall zu meinen Top 10-Favebands, so mochte ich natürlich auch Eric, der mit seiner charismatischen Stimme den Sound der Band bedeutend prägte. Er hatte eine unheimlich lässige Stagepräsenz und war absolut tiefenentspannt. Ich erinnere mich an ein Konzert in der Zeche Carl, als er während des Gigs die Bühne verließ, um sich Zigaretten aus dem Automaten zu ziehen. Das werde ich wohl nie vergessen. Sein Tod war ein herber Verlust für die Doom-Szene. Immer, wenn er mir in den letzten Jahren bei Konzerten über den Weg lief, habe ich ihm den neuesten Release von is LOVE alive? zugesteckt, worauf er sich dann später per E-Mail regelmäßig meldete, um sich lobend zu äußern.

Was einmal mehr beweist, dass Eric einen guten Geschmack hatte! Welche Doom-Klassiker, ich denke an Alben, haben dich als Musiker ganz besonders geprägt?

Das waren auf jeden Fall die Black Sabbath-Alben aus der Ozzy-Phase, speziell Master of Reality, dessen Sound ich auch weiterhin versuche zu erreichen. Dieses natürliche, trockene Abmischen der Instrumente, ohne irgendwelche Halleffekte, finde ich am optimalsten für unseren Sound, oder für Doom im allgemeinen. Des Weiteren natürlich Saint Vitus, die während unserer Demo-Phase ein unheimlicher Einfluss auf is LOVE alive? waren. Hier sind Born too late, Die Healing sowie V meine Favoriten. Rein soundtechnisch sind deren letzten beiden Alben für mich ganz weit vorn.

Wie schätzt du rückblickend betrachtet das Doom-Jahr 2021 ein? Welche Releases haben dir besonders gut gefallen?

Es zeichnet sich in den letzten Jahren ab, dass ich zwar mit wachsender Begeisterung viele CDs und Vinyl kaufe, aber kaum wirklich NEUE Musik. Das ist natürlich der Tatsache geschuldet, dass ich mittlerweile seit über 40 Jahren in dieser Szene unterwegs bin und quasi seit der NWOBHM jede Strömung erlebt habe. Da haut mich nichts mehr wirklich vom Hocker, und wenn uns mal wieder was als „der neue heiße Scheiß“ verkauft werden soll, kann ich nur oftmals müde darüber lächeln. Im Prinzip geht es ja nur noch darum, bekannte Stilmittel so zu mischen, dass am Ende was Interessantes dabei herauskommt. Das gelingt meiner Meinung nach wenigen. Ich höre mir zwar im Freundeskreis oder auch im Netz viel „Neues“ an, bin aber selten so geflasht, dass ich mir das dann auch kaufen möchte. So habe ich mir im Jahr 2021 lediglich 5 oder 6 NEUE Alben zugelegt. Eines davon, um auf deine Frage zurückzukommen, war Preserved in Time von Wheel, denen damit ein wirkliches Meisterstück gelungen ist. Völlig verdient belegen sie im Deaf Forever Poll den 3. Platz hinter Iron Maiden und Helloween. Bei mir wären sie auf Platz 1, denn den anderen beiden genannten Bands kann ich beim besten Willen überhaupt nichts mehr abgewinnen.   

Ja, Wheel war bei Aidan und bei mir jeweils auf Platz 2 in unserer Jahresbestenliste. Ein fantastisches Album. Und wir haben es sehr genossen, die Songs einmal bei der Storm Crusher Birthday Party in Weiden und später noch mal beim Keep it True Rising in Würzburg live erleben zu dürfen. Anderes Thema: Gibt es stilistische Entwicklungen in der Doom-Szene, die dir nicht so gut gefallen? Und wie „pur“ muss der Doom eigentlich für dich sein? Kannst du dich z.B. auch für Stoner begeistern?

Solange mir keiner mit ’nem Saxophon kommt, bin ich musikalisch eigentlich sehr offen. „Pur“ im Sinne von ursprünglich finde ich immer gut. Man kann auch mit einfachen Stilmitteln eine unheimliche Intensität erreichen. Natürlich mag ich auch eher Metal-affine Doom-Bands wie Solitude Aeturnus oder Candlemass. Kompositorisch orientiere ich mich aber eher an Combos, die einen 70er Jahre-Background haben, wie Pentagram, The Obsessed etc. Ein Freund von Funeral-Doom oder auch Sludge bin ich aufgrund des Gesangsstils nicht. Obwohl ich brutale Stimmen im Death- oder Thrash-Metal gut finde, brauche ich meinen Doom mit klarem, herkömmlichem Gesang. Auch im Stonerbereich gibt es interessante Bands wie Unida, Masters Of Reality, early-Monster Magnet, Brant Bjork und natürlich Kyuss.

Kommen wir zu deiner Band is LOVE alive? – Es gibt sicherlich ein paar Leser, die euch noch nicht so gut kennen. Erzähle uns doch mal bitte ein bisschen etwas über eure Bandgeschichte. Und wie seid ihr auf diesen doch etwas ungewöhnlichen Bandnamen gekommen?

OK! Ich habe die Band so 2009/2010 gegründet, weil ich mal wieder Lust hatte, selbst Musik zu machen. Kreativ zu sein in puncto Songwriting, Texten, Covergestaltung und allem, was dazugehört. Mit meiner 80er-Jahre Speed Metal-Band Chronos haben wir damals kein Album hingekriegt. So war das erklärte Ziel, meiner umfangreichen Plattensammlung stolz ein Album beizufügen, welches komplett auf meinem Mist gewachsen ist. Nun sollte es aber Doom sein. Um mal auszuchecken, wie man heutzutage im Vergleich zu den 80ern so aufnimmt, haben wir dann erst mal drei Demo-CDs (Slow Down 2010, Against 2011 und III Social Jetlag 2014) gemacht und auch veröffentlicht. Diese Demos haben bereits recht gute Reviews eingefahren und speziell das dritte kam meinen Vorstellungen recht nah, sodass im Jahr 2018 die Zeit reif war, endlich das Album aufzunehmen. Final Journey erschien dann 2019 und wir waren echt überrascht, wie gut die Scheibe, zumindest im Underground, ankam. Ein hervorragendes Review reihte sich an das nächste und die Erstauflage war innerhalb von vier Wochen ausverkauft, sodass wir nochmal nachpressen mussten. Ganzseitige Interviews im Deaf Forever (Heft 31) und im Rock Hard (Vol. 386) als „unsigned Band“ sind auch nicht alltäglich, sag‘ ich mal. Im Deaf Forever (Heft 29) war das Debüt sogar „Eigenpressung der Ausgabe“, was unsere Arbeit natürlich bestätigte. Angefixt von diesem „Erfolg“ und auch, weil die ganze Produktion absolut harmonisch ablief, bin ich dann vom ursprünglichen Plan, lediglich EIN Album zu machen, abgegangen, und wir haben nach kurzer Zeit direkt das zweite in Angriff genommen. Diese Produktion lief dann weniger harmonisch ab, aber das ist eine andere Geschichte. Erschwerend kam dann noch die Corona-Problematik hinzu, welche ein gemeinsames Arbeiten im Studio, beispielsweise beim Abmischen der Aufnahmen, unmöglich machte. Das, oder auch die Arbeiten bezüglich der Covererstellung per Skype zu regeln, war schon sehr stressig. Nichtsdestotrotz haben wir dann 2020 mit Second to None ein weiteres Hammerteil rausgehauen. Der Zweitling ist ein wenig abwechslungsreicher und verspielter als das Debüt, was wiederum auch von der Fachpresse gewürdigt wurde. Online-Mags wie streetclip.de (jetzt Saitenkult), powermetal.de und viele andere erkannten unseren originellen Stil an und erfreuten uns erneut mit hervorragenden Reviews. Auch Götz ließ sich nicht lumpen und ernannte uns ein weiteres Mal zur „Eigenpressung der Ausgabe“ im Deaf Forever (Heft 38). Ich will ja nicht strunzen, kann mich aber spontan an keine Band erinnern, die das 2 Mal hintereinander geschafft hat. Jetzt wurden auch Konzertveranstalter auf uns aufmerksam, und da wir zu diesem Zeitpunkt topfit waren, wollten wir Second to None natürlich auch live promoten. Vielversprechende Einzelgigs als Opener und auch Festival-Slots waren bereits gebucht, bevor uns dann die Pandemie einen Strich durch die Rechnung machte. Der Bandname ist einfach eine Reflexion auf unsere immer oberflächlicher werdende Welt. Machtgier, Selbstdarstellung, Online-Sucht, Statussymbole wie Markenklamotten, das neueste Handy oder auch Follower bei Instagram nehmen eine solche Wichtigkeit ein, dass grundlegende Werte wie Nächstenliebe, Verständnis für andere oder einfach nur das Vertreten seiner eigenen, vielleicht unpopulären Meinung auf der Strecke bleiben. Des Weiteren wollten wir nicht unter einem klischeebehafteten Namen firmieren, der darauf hinweist, welche Musik wir machen. Ich denke das ist uns gelungen. 

Danke für die Erklärung – mission accomplished, in der Tat! In letzter Zeit gab es einige Veränderungen im Line-up. Wie beurteilst du die jetzige Truppe? 

Ja, so ist es. Die Fluktation war von Anfang an recht hoch bei uns. Auch in dieser Beziehung ist Tony Iommi anscheinend mein absolutes Vorbild. Verglichen mit Black Sabbath müssten wir jetzt ca. in der Tony Martin-Ära sein, wenn ich mich nicht verzählt habe. Ich hoffe nur, unser „Ozzy“ kommt nicht zurück, denn dann spätestens steige ICH aus. Aktuell ist nun mit Butcher und Hüsi wieder das Line-up des Social Jetlag-Demos am Start, welches ich für sehr gut erachte. Hört doch mal bei Bandcamp rein, dann wisst ihr ungefähr, was auf euch zukommt. aber auch nur ungefähr!).

Ab wann können wir mit neuem is LOVE alive?-Material rechnen?

Hmmm! Zur Zeit arbeiten wir am Material für Album 3 und sind auf einem recht guten Weg. Plan A ist im September ins Studio zu gehen und dann im Januar 2023 zu veröffentlichen. Das ist also noch lang hin. Wir machen uns da aber auch keinen Stress.

Sind für 2022 auch Live-Auftritte geplant?

Tatsächlich haben wir in dieser Formation zwischen 2014 und 2017 relativ häufig live gespielt. (Einige Clips könnt ihr auf unserer Facebook-Seite oder bei YouTube sehen). Geplant ist aber in dieser Hinsicht nichts, dafür ist die Lage einfach zu unsicher. Wir konzentrieren uns auf das neue Album, vorerst!

Gibt es ein Festival, auf dem du mit deiner Band ganz besonders gerne einmal spielen möchtest?

Jasicha! Da es das Doom Shall Rise nicht mehr gibt, blieben noch das Hammer of Doom, Keep it True oder das Frost and Fire-Festival. Träumen darf man ja mal.

Rein qualitativ hättet ihr es ohne Frage verdient, auf diesen Festivals zu spielen. Ein ganz anderes Thema: Wie stehst du eigentlich zu Streaming-Diensten? In den letzten Wochen tauchte das Thema Spotify ja immer wieder in meiner und vermutlich auch deiner Facebook-Timeline auf.

Erwartungsgemäß halte ich da überhaupt nichts von. Das ist auch ein Teil der Oberflächlichkeit, die ich weiter oben anprangere. Ich brauche einfach die Haptik einer CD oder Vinylscheibe anzusehen, das Cover zu betrachten, die Infos und Texte zu lesen, das Gesamtkunstwerk mit allen Sinnen zu erfassen. OK, wenn man jetzt beruflich viel unterwegs oder auf Reisen ist, gestaltet es sich natürlich schwierig, seine Plattensammlung mitzuschleppen. In solchen Fällen ist das für mich legitim. Aber allein die Tatsache, dass der Künstler einfach kein Geld mehr verdient, wenn niemand mehr physische Tonträger kauft, stößt mir sauer auf. Daher sehe ich die Zukunft, speziell für kleinere, unabhängige Bands recht düster.

Tom, herzlichen Dank für deine Zeit! Wir wünschen dir und deiner Band alles Gute für die Zukunft!

Vielen Dank, André. Das wünsche ich Dir auch. Thx a lot for supporting is LOVE alive?!

Sehr gerne. Meine abschließenden Worte lauten: Hört mehr is LOVE alive? – sie sind sehr gut…

Among other things, these gems have now also arrived in the new flat aka Epic Metal Blog HQ No. 1.

You have Ben from Wheel to thank for this interview. When Aidan and I talked to him last year via Zoom, he recommended is LOVE alive? – A brilliant tip, because the doom band from the Ruhr area has already released a few underground gems. In the hope that many of our readers will check out this outfit in the future, we decided to interview the band’s head Tom Pieper in detail for the Epic Metal Blog. To his great delight, we did not torture him with a saxophone…. We hope you enjoy this article.

André: Hello Tom, thank you for taking time for our blog. How are you doing?

Tom: Thank you for your interest in is LOVE alive?. I am doing quite well so far, like all of us I hope that we can finally leave the pandemic behind us in the foreseeable future and that we can live without restrictions again.

Yes, let’s hope that more will be possible from spring at the latest! In the last few days I have often listened to Eric Wagner’s new album for my review. What significance did this musician have for you?

Trouble are definitely one of my top 10 fave bands, so of course I liked Eric, who significantly shaped the band’s sound with his charismatic voice. He had an incredibly relaxed stage presence and was absolutely at ease. I remember a concert at the Zeche Carl (in Essen, Germany, BB) when he left the stage during the gig to take cigarettes from the vending machine. I will never forget that. His death was a bitter loss for the doom scene. Whenever he crossed my path at concerts in the last few years, I slipped him the latest release of is LOVE alive? and he later contacted me regularly by e-mail to praise it.

Which proves once again that Eric had good taste! Which doom classics, I think of albums, have particularly influenced you as a musician?

Those were definitely the Black Sabbath albums from the Ozzy phase, especially Master of Reality, whose sound I still try to achieve. This natural, dry mixing of the instruments, without any reverb effects, is what I find most optimal for our sound, or for doom in general. And of course Saint Vitus, who were a huge influence on is LOVE alive? during our demo phase. My favourites here are Born too late, Die Healing and V. In terms of sound, their last two albums are way ahead for me.

Looking back, how do you rate the doom year 2021? Which releases did you particularly like?

In the last few years it has become apparent that I buy a lot of CDs and vinyl with growing enthusiasm, but hardly any really NEW music. Of course, this is due to the fact that I have been in this scene for over 40 years and have experienced every movement since the NWOBHM. Nothing really blows me away any more, and when something is sold to us as “the new hot shit“, I can only smile tiredly about it. In principle, it’s all about mixing familiar stylistic elements in such a way that the end result is something interesting. In my opinion, few of them succeed. I do listen to a lot of “new“ stuff among my friends or on the internet, but I’m seldom so impressed that I want to buy it. So in 2021 I only bought 5 or 6 NEW albums. One of them, to come back to your question, was Preserved in Time by Wheel, who really succeeded in creating a masterpiece. Totally deserved, they are in 3rd place in the Deaf Forever poll behind Iron Maiden and Helloween. For me, they would be at number 1, because I don’t appreciate the other two bands mentioned at all any more.

Yes, Wheel was number 2 on both Aidan’s and my best of the year lists. A fantastic album. And we really enjoyed being able to experience the songs live once at the Storm Crusher Birthday Party in Weiden and later again at Keep it True Rising in Würzburg. A different topic: Are there stylistic developments in the doom scene that you don’t like so much? And how “pure“ does doom actually have to be for you? Can you also be enthusiastic about stoner, for example?

As long as no one comes to me with a saxophone, I’m actually very open musically. I always find “pure“ in the sense of original good. You can also achieve an incredible intensity with simple stylistic means. Of course I also like doom bands with an affinity to metal like Solitude Aeturnus or Candlemass. Compositionally, however, I’m more oriented towards combos that have a 70s background, like Pentagram, The Obsessed, etc. I am not a friend of funeral doom or sludge because of the vocal style. Although I like brutal voices in death- or thrash-Metal, I need my doom with clear, conventional vocals. There are also interesting bands in the stoner genre like Unida, Masters of Reality, early-Monster Magnet, Brant Bjork and of course Kyuss.

Let’s move on to your band is LOVE alive? – There are certainly a few readers who don’t know you that well yet. Please tell us a little bit about your band history. And how did you come up with this somewhat unusual band name?

OK! I founded the band in 2009/2010 because I wanted to make music myself again. To be creative in terms of songwriting, lyrics, cover design and everything that goes with it. With my 80s speed metal band Chronos we couldn’t make an album back then. So the declared goal was to proudly add an album to my extensive record collection that was completely my own creation. But now it was to be doom. To check out how people record nowadays compared to the 80s, we first made and released three demo CDs (Slow Down 2010, Against 2011 and III Social Jetlag 2014). These demos have already received quite good reviews and especially the third one came quite close to my ideas, so that in 2018 the time was ripe to finally record the album. Final Journey was released in 2019 and we were really surprised how well the record was received, at least in the underground. One excellent review followed the next and the first edition was sold out within four weeks, so we had to repress it again. Full-page interviews in Deaf Forever (issue 31) and Rock Hard (Vol. 386) as an “unsigned band“ are not common, I say. In Deaf Forever (issue 29) the debut was even “own pressing of the issue“ which of course approved our work. Inspired by this “success“ and also because the whole production went absolutely harmoniously I left the original plan to make only ONE album and after a short time we directly started the second one. This production was less harmonious, but that’s another story. The Corona problem made it even more difficult to work together in the studio, for example when mixing the recordings. That, or also the work concerning the cover production via Skype, was very stressful. Nonetheless, in 2020 we released another great album with Second to None. The second album is a bit more varied and playful than the debut, which was also appreciated by the music press. Online mags like streetclip.de (now Saitenkult), powermetal.de, and many others recognised our original style and delighted us again with excellent reviews. Even Götz (Kühnemund, BB) didn’t let us down and nominated us once again as the “self pressing of the issue“ in Deaf Forever (issue 38). I don’t want to brag, but spontaneously I can’t remember any band that has managed this twice in a row. Now concert promoters became aware of us, and since we were in top shape at that time, we wanted to promote Second to None live, of course. Promising single gigs as openers and festival slots were already booked before the pandemic threw a spanner in the works. The band name is simply a reflection on our increasingly superficial world. Greed for power, self-promotion, online addiction, status symbols such as brand-name clothes, the latest mobile phone or followers on Instagram take on such importance that basic values such as love of one’s neighbour, understanding for others or simply standing up for one’s own, perhaps unpopular, opinion fall by the wayside. Furthermore, we didn’t want to operate under a clichéd name that indicates what kind of music we make. I think we succeeded in that.

Thanks for the explanation – mission accomplished, indeed! There have been some changes in the line-up lately. How do you rate the current line-up?

Yes, it’s like that. The fluctuation was quite high with us from the beginning. Also in this respect Tony Iommi seems to be my absolute role model. Compared to Black Sabbath we should be in the Tony Martin era, if I haven’t lost count. I just hope our “Ozzy“ doesn’t come back, because then at the latest I’ll quit. Currently the line-up of the Social Jetlag demo is back with Butcher and Hüsi, which I think is very good. Have a listen at Bandcamp, then you will know approximately what to expect (but only approximately!).

When can we expect new is LOVE alive? material?

Hmmm! At the moment we are working on the material for album 3 and are on a pretty good way. Plan A is to go into the studio in September and then release in January 2023. So that’s still a long time away. But we are not stressing about it.

Are there any live performances planned for 2022?

Actually, we played live quite often in this formation between 2014 and 2017. (You can see some clips on our Facebook page or on YouTube) But nothing is planned in this respect, the situation is simply too uncertain. We are concentrating on the new album, for now!

Is there a festival you would particularly like to play with your band?

Of course! Since the Doom Shall Rise festival doesn’t exist anymore, there are still the Hammer of Doom, Keep it True or the Frost and Fire festival. One may dream, after all.

From a purely qualitative point of view, you would have deserved to play at these festivals without question. A completely different topic: What do you think about streaming services? In the last few weeks, the topic of Spotify has been popping up again and again in my and probably also your Facebook timeline.

As expected, I don’t appreciate it at all. This is also part of the superficiality that I denounce above. I simply need the feel of a CD or vinyl record, to look at the cover, to read the information and lyrics, to grasp the overall work of art with all my senses. OK, if you are on the road a lot for work or travelling, it is of course difficult to carry your record collection with you. In such cases, that’s legitimate for me. But the very fact that the artist simply doesn’t earn any more money if no one buys physical recordings anymore bugs me. So I see the future quite bleak, especially for smaller, independent bands.

Tom, thank you very much for your time! We wish you and your band all the best for the future!

Thank you very much, André. I wish you the same. Thx a lot for supporting is LOVE alive?!

With pleasure. My concluding words are: Listen to more is LOVE alive? – they are very good…

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