Interview: BIWO

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Heute möchten wir euch eine deutsche Newcomer-Band vorstellen, die in stilistischer Hinsicht vor allem Anhänger klassischer Metal-Töne gefallen sollte: BIWO. Im folgenden Interview kommen die vier Bandmitglieder, Gründer Sven (Gesang, Lead-Gitarre), Finley (Rhythmus-Gitarre), Hanno (Schlagzeug) und Justus (Bass), zu Wort. Viel Spaß beim Lesen!

Wie würdet ihr den Stil von BIWO beschreiben?

Finley: Es ist schwer, die gesamte Band einem einzigen starren Genre zuzuordnen oder sie überhaupt mit Worten zu beschreiben. Es ist definitiv zu erkennen, dass das ganze Projekt einen 80s-Touch hat und der melodische Aspekt kommt auch nicht zu kurz.

Hanno: Klassischer Metal, aufgefrischt mit neuen Ideen und tiefgründigen Texten.

Justus: Unser Stil geht in die Richtung Melodischer Metal, mit Ansätzen aus dem Power-Metal-Bereich.

Sven: Musik aus dem Bauch heraus. Dass dabei Einflüsse meiner Helden aus den 80ern und 90ern zu hören sind, kann man nicht leugnen. Aber am Ende des Tages hören wir uns nicht an wie Band XY oder XZ, sondern nach BIWO.

Wie verliefen bislang die Proben? Das Lineup ist ja noch taufrisch…

Finley: Natürlich ist zu erwarten, dass das Projekt nach nur ein paar Proben noch nicht vor Perfektion strotzt. Dennoch machen die Proben viel Spaß und es ist unvermeidbar, nicht zu hören, dass wir uns von Probe zu Probe verbessern und die Titel bei uns immer besser sitzen.

Hanno: Die Proben waren bis jetzt immer lustig und hatten immer eine gute Atmosphäre. Jeder hat auch eine bestimmte Grundenergie reingebracht, die das Zusammenspiel natürlich umso harmonischer gestaltet hat.

Justus: Die ersten Proben verliefen super. Wir verstehen uns sehr gut, der eine hilft dem anderen und musikalisch machen wir Fortschritte.

Sven: Ich freue mich schon jetzt auf die nächste, um es so zu formulieren. Es macht unheimlich viel Spaß, mit den Jungs zu arbeiten und Woche für Woche besser zu werden. Wir haben uns klare Ziele für die Proben gesetzt, um im kommenden Jahr live gehen zu können.

Welche Metal-Stile mögt ihr gerne, welche eher nicht?

Finley: Es gibt unzählige Metal-Stile und ich fände es schade, manchen Stilen generell keine Beachtung zu schenken, nur weil der Querschnitt eines Subgenres mir weniger gefällt als der von anderen. Jedes Genre hat seine Juwelen, die ich alle sehr zu schätzen weiß und die mich irgendwo geprägt haben oder in der Zukunft eventuell prägen werden. Ich mag es jedoch nicht, wenn die Musik rein kommerziell geschrieben und gespielt wird und der Kunst-Aspekt für den eigentlichen Künstler an Bedeutung verliert. Das ist aber natürlich nicht stilabhängig.

Hanno: Epic Metal (Hanno, wir müssen reden, Anm. André), Symphonic Metal genauso wie Metalcore finde ich gewöhnungsbedürftig. Gerne dürfen Thrash Metal, Groove Metal, Death Metal, Deathcore, Progressive Metal, Alternative Metal und Nu Metal auf der Playlist stehen. Ich fand den harten Gesang und den Sound, der einfach zum Ausrasten bestimmt ist, schon immer gut. Auch finde ich aber, dass mit Metal super auf sich aufmerksam gemacht werden kann und auch hier gesellschaftliche Probleme oder persönliche Probleme besprochen werden können, wobei es natürlich auch den Punk gibt…

Justus: Ich mag eigentlich alle Stile. Von Power Metal über Heavy Metal bis hin zu Death Metal. Was mir nicht so gut gefällt, ist Metalcore.

Sven: Den klassischen Metal der 80er, 90er und 2000er finde ich persönlich großartig. Aggressiv, abwechslungsreich, episch und melodiös bis in die Haarspitzen. Im Vergleich dazu steht heute der sogenannte „Schlager Metal“, mit dem ich herzhaft wenig anfangen kann, wie auch der Core-Bereich. Da passiert emotional einfach nichts bei mir, Thomas Ertmer hat es in seinem YouTube-Video (Ernies PROBLEM mit MODERN METAL, METALCORE & NU METAL | Krachmucker-Kolumne) sehr gut beschrieben: Musikgeschmack kann man sich nicht aussuchen und jeder hat Gott sei Dank einen anderen. Und das ist auch gut so! Aber mittlerweile geht der Metal so weit auseinander, dass es einfach kaum noch eine gemeinsame Basis gibt. Schön ist aber zusehen, dass es eine kleine NWOTHM gibt.

Was fasziniert euch generell an Metal?

Finley: Vermutlich ist es die Diversität, die sich im Metal verbirgt. Sowohl in Bezug auf einen Song selbst als auch das gesamte Genre. Manche Metal-Songs sind sowohl wunderschön als auch intensiv und einnehmend. Die Balance zwischen diesen beiden Eigenschaften zu finden, diese thematisch einander anzupassen und im Endeffekt, Menschen damit glücklich zu machen, ist etwas, das kaum faszinierender sein könnte. Metal hat eine bestimmte Atmosphäre und diesen Druck, der sehr eigen ist und sich in keinem anderen Genre wiederfinden lässt. Das heißt allerdings nicht, dass ich andere Genres grundsätzlich ablehne: Dass diverse Non-Metal-Songs gerade in der Vergangenheit einen riesigen Einfluss auf mich gehabt haben, ist unbestreitbar und es gibt schlichtweg keinen Grund, mich nur auf Metal zu fokussieren, anstatt auch andere Songs zu genießen.

Justus: Mich fasziniert die riesige Bandbreite, die Metal umfasst. Da ist wirklich für jeden was dabei.

Sven: Wir sind das böse Volk, das keiner Fliege etwas zuleide tut (lacht). Metal ist nicht nur Musik, es ist eine Lebenseinstellung, auf die man stolz ist. Selten, dass ich ohne irgendein Bandshirt oder Pullover raus gehe. Metal ist allgegenwärtig wie Luft!

Was macht für euch eine gelungene Metal-Show aus?

Finley: Letztendlich ist jede Show ein Erfolg, wenn die Zuschauer Spaß hatten und man sich im besten Fall an die Show positiv erinnert.

Hanno: Ein guter und authentischer Auftritt der Band. Zufriedenes Publikum, aber auch vielleicht eine Band, die Grenzen überschreitet.

Justus: Für eine gelungene Metal-Show braucht man natürlich ein geiles Publikum sowie einen fetten Sound. Außerdem Bier. Viel Bier.

Sven: Sie muss laut sein und sie muss echt sein. Wenn du das erfüllst, brauchst du keine große Bühnenshow, um die Leute mit einem Dauerständer nach Hause zu schicken. Ich zähle mich persönlich zu den größten Riot City-Fans seit dem Auftritt dieses Jahres im Helvete in Oberhausen. Da war eine Energie auf der Bühne, die ich so noch nie erlebt habe. Und bis auf 5 Typen und einem Banner im Hintergrund war da nichts. Jeder, der kleine Metal-Club-Konzerte gesehen hat, wird mir das bestätigen können, dass es einfach nicht mehr braucht.

Bitte vervollständigt den Satz: Der beste Metal-Song aller Zeiten ist…

Finley: „To Live Is To Die” von Metallica. Es ist fast schon gemein, mich auf einen einzigen Song festnageln zu müssen und meine Antwort ist definitiv nicht absolut. Es gibt, wie ich schon angedeutet habe, unzählige andere Metal-Songs, die ich liebe und ich bin mir sicher, dass ich in der Zukunft meine Antwort auf diese Frage bereuen werde, weil mir Dutzende anderer Songs in den Sinn kommen, die mindestens genauso gut sind.

Hanno: Der, der uns am meisten bewegt, der, der in dein Herz schaut und dir die kalte Wahrheit vor die Augen hält.

Justus: Der beste Metal-Song aller Zeiten ist „Painkiller“ von Judas Priest.

Sven: Jeder kann mindestens 10 beste Metal-Songs aller Zeiten so aus dem Ärmel schütteln. Die Liste ist endlos.

Today we would like to introduce you to a German newcomer band that should please especially fans of classic metal tones in terms of style: BIWO. In the following interview, the four band members, founder Sven (vocals, lead guitar), Finley (rhythm guitar), Hanno (drums) and Justus (bass), have their say. Have fun reading!

How would you describe the style of BIWO?

Finley: It’s hard to classify the whole band into one rigid genre or to describe it with words at all. You can definitely tell that the whole project has an 80s touch and the melodic aspect doesn’t come too short either.

Hanno: Classic metal, refreshed with new ideas and profound lyrics.

Justus: Our style goes in the direction of melodic metal, with elements of power metal.

Sven: Music from the gut. You can’t deny that there are influences of my heroes from the 80s and 90s. But at the end of the day, we don’t sound like band XY or XZ, but like BIWO.

How have the rehearsals been so far? The line-up is still brand new…

Finley: Of course, it is to be expected that the project is not yet bursting with perfection after only a few rehearsals. Nevertheless, the rehearsals are a lot of fun and it is unavoidable not to hear that we are improving from rehearsal to rehearsal and that the songs sit better and better with us.

Hanno: The rehearsals have always been fun so far and always had a good atmosphere. Everyone has also brought in a certain basic energy, which of course has made the band playing together all the more harmonious.

Justus: The first rehearsals went really well. We get along very well, one helps the other and musically we are making progress.

Sven: I’m already looking forward to the next one, to put it that way. It’s a lot of fun to work with the guys and to get better week by week. We have set clear goals for rehearsals to be able to go live next year.

Which metal styles do you like and which do you dislike?

Finley: There are countless metal styles and I would find it a shame not to pay attention to some styles in general, just because the cross-section of one sub-genre appeals to me less than that of others. Every genre has its jewels, all of which I appreciate very much and which have shaped me somewhere or will possibly shape me in the future. However, I don’t like it when music is written and played purely commercially and the art aspect loses importance for the actual artist. But of course that is not style-dependent.

Hanno: Epic metal (Hanno, we have to talk, note André), symphonic metal as well as metalcore are something I have to get used to. Thrash metal, groove metal, death metal, deathcore, progressive metal, alternative metal and nu metal can be on the playlist. I’ve always liked the hard vocals and the sound, which is just meant to freak out. But I also think that metal is a great way to draw attention to oneself and to discuss social problems or personal issues, although there is of course also punk…

Justus: I actually like all styles. From power metal to heavy metal to death metal. What I don’t like so much is metalcore.

Sven: I personally find the classic metal of the 80s, 90s and 2000s great. Aggressive, varied, epic and melodic to the core. In comparison, today there is the so-called “pop metal“, which I can’t do much with, as well as the core area. Nothing happens to me emotionally, Thomas Ertmer described it very well in his YouTube video (Ernie’s PROBLEM with MODERN METAL, METALCORE & NU METAL | Krachmucker column): You can’t choose your taste in music and thank God everyone has a different one. And that’s a good thing! But in the meantime, metal has diverged so much that there is hardly any common ground any more. But it’s nice to see that there is a small NWOTHM.

What fascinates you about metal in general?

Finley: Probably it’s the diversity that is hidden in metal. Both in terms of a song itself and the genre as a whole. Some metal songs are both beautiful and intense and captivating. Finding the balance between these two qualities, matching them thematically and, in the end, making people happy with them, is something that couldn’t be more fascinating. Metal has a certain atmosphere and pressure that is very unique and cannot be found in any other genre. However, that doesn’t mean that I fundamentally reject other genres: the fact that various non-metal songs have had a huge influence on me, especially in the past, is undeniable and there is simply no reason to focus only on metal instead of enjoying other songs as well.

Justus: I’m fascinated by the huge range that metal covers. There really is something for everyone.

Sven: We are the bad people who don’t hurt a fly (laughs). Metal is not just music, it’s a way of life that you’re proud of. Rarely do I go out without some band shirt or pullover. Metal is as ever-present as air!

What makes a successful metal show for you?

Finley: At the end of the day, every show is a success if the audience had fun and, in the best case, the show is remembered in a positive way.

Hanno: A good and authentic performance by the band. Satisfied audience, but also maybe a band that crosses borders.

Justus: For a successful metal show you need a great audience and a great sound. Also beer. Lots of beer.

Sven: It has to be loud and it has to be real. If you fulfil that, you don’t need a big stage show to send people home with a permanent boner. I personally count myself as one of the biggest Riot City fans since the gig this year at the Helvete in Oberhausen. There was an energy on stage that I’ve never experienced before. And apart from 5 guys and a banner in the background, there was nothing. Anyone who has seen small metal club concerts will be able to confirm that it simply doesn’t need any more.

Please complete the sentence: The best metal song of all times is…

Finley: “To Live Is To Die“ by Metallica. It’s almost mean to have to pin me down to one song and my answer is definitely not absolute. There are, as I’ve already indicated, countless other metal songs that I love and I’m sure I’ll regret my answer to this question in the future because dozens of other songs come to mind that are at least as good.

Hanno: The one that moves us the most, the one that looks into your heart and holds the cold truth in front of your eyes.

Justus: The best metal song of all time is “Painkiller“ by Judas Priest.

Sven: Everybody can name at least 10 best Metal songs of all time. The list is endless.

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