Interview: Æternia

English version below

Es ist immer wieder schön, wenn neue Bands quasi aus dem Nichts auf der Bildfläche erscheinen, um einen gleich mit ihrem ersten Release komplett zu begeistern. Dies ist vor einigen Wochen Æternia aus Siegen gelungen – ihre Debüt-EP The Quest gehört meiner Meinung nach zum Besten, was in diesem Jahr in unserem Genre erschienen ist. Grund genug, uns auf unserem Blog noch näher mit dem deutschen Quintett zu befassen. Wir sprachen mit David (Gitarre) und Hendrik (Schlagzeug) über allerlei Themen – und bekamen erfreulicherweise auch sehr viele spannende Antworten. Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen!

André: Eure Band gibt es erst seit 2020. Erzählt unseren Lesern doch einmal, wie es zur Gründung kam. Ihr seid ja allesamt erfahrene Musiker, die schon in vielen anderen Bands aktiv waren bzw. immer noch aktiv sind.

Hendrik: Die Initialzündung kam von David und Daniele. Ich bin erst hinzugekommen, als für die beiden schon feststand, dass sie eine klassische Heavy-Metal-Band gründen wollen. Wir kennen uns schon ewig und so auch unsere Liebe zum Heavy Metal der alten Schule. Daher musste ich nicht zweimal gefragt werden.

David: Daniele, unser Sänger, und ich haben vorher bei Daughters’ Desire Hard Rock/Heavy Metal im Stil der 80er gemacht. Leider war dort nach Jahren ohne echten Zugewinn die Luft raus, sodass wir lediglich noch 2 Songs in unsere neue Band mitgenommen haben. (Wir haben mit Daughters’ Desire übrigens im Sommer auch noch posthum unser bereits vor Jahren begonnenes Album veröffentlichen können). Wir wollten eigentlich vorher schon immer härteres Zeug einbringen, z.B. beeinflusst durch frühe Manowar, aber da hatten nicht alle in der Band Lust drauf. Von daher waren wir total glücklich, bei Æternia gleich so ein tolles Lineup zu finden.

André: Was hat es mit dem Bandnamen auf sich?

Hendrik: Æternia ist für mich die Basis unserer Erzählungen, denn nichts anderes sind unsere Songs. Die meisten in unserem Alter haben direkt die Assoziation mit Fantasy und antiken Zeitaltern, das ist die Basis, der wir uns thematisch nah fühlen. Sie erlaubt, große Geschichten zu erzählen. „Chasing the Wind“ handelt davon, seine eigenen Ziele zu verfolgen, egal wie hoch sie gesteckt sind, „March of Achilles“ besingt den Willen und die Stärke einer der größten Gestalten der griechischen Mythologie. Æternia erlaubt uns, etwas sehr Persönliches zu erzählen und danach aus den Tiefen der Geschichte zu schöpfen. 

David: Das „Æ“, d.h. das æsh, was u.a. im altenglischen Alphabet vorkommt, ist übrigens wichtig. Ist zwar etymologisch gesehen Schwachsinn, aber letztlich Ausdruck unserer Begeisterung für vergangene Kulturen und das, was diese uns heute noch sagen können. 

André: Im Juli ist eure wunderbare EP The Quest erschienen. Fangen wir einmal mit Äußerlichkeiten an: Das Artwork stammt von Adam Burke, meinem Lieblingskünstler. Wie ist der Kontakt zustande gekommen? Und könnt ihr uns noch etwas mehr über eure Entscheidung für dieses Gemälde verraten?

Hendrik: Erstmal vielen Dank für das Wahnsinns-Review. Der Kontakt zu Adam Burke war erstaunlich unkompliziert. Wir haben ihn angeschrieben und ihm eine grobe Skizze der Szenerie zukommen lassen, die noch deutlich anders aussah als das wunderschöne Ergebnis. Da ihm das Grundkonzept gefiel, hat er eingewilligt, das Cover zu gestalten. Es geht um Abenteuer, um große Belohnungen und große Gefahren, die Gruppe wirkt winzig gegen die Festung der tausend Türme und man sieht im Hintergrund, dass es sich ja erstmal nur um das Torhaus handelt. Sein erster Entwurf hat uns sofort umgehauen und uns war klar, dass ab da nichts mehr schiefgehen kann.

André: The Quest ist meiner Meinung nach eine der besten EP, die 2022 veröffentlicht worden ist. Seid ihr selbst mit dem Endergebnis rundum zufrieden?

Hendrik: Wenn man sich lang und intensiv mit Songs auseinandersetzt, dann wird die Liste der Dinge, die man ändern oder besser machen könnte, immer recht lang. So auch hier. Aber ich versuche, die EP als Momentaufnahme zu sehen, und ich kann für mich sagen, dass es die beste Musik ist, die ich bisher spielen und aufnehmen durfte. Ich bin extrem zufrieden. Wenn es aber konkreter Kritik bedarf. Ich hätte an ein paar Stellen Drums und Gitarre besser verknüpfen können und ich glaube, rückblickend wäre bei den Drums mehr Intensität/Attitüde und weniger Verkopftheit besser gewesen. Aber das versuche ich auf dem nächsten Album besser zu machen. Dafür klingen die Drums bei uns „echt“, das wollen wir beibehalten.

André: Welche Künstler haben euch als Band am meisten beeinflusst? „Siren’s Wrath“ z.B. erinnert mich stark an die Tony Martin-Phase von Black Sabbath bzw. die jüngsten Sorcerer-Releases. Ansonsten erinnert mich das Gitarrenspiel oftmals an Lunar Shadow. Und daran anknüpfend: Wie würdet ihr euch selbst stilistisch einordnen?

David: Interessant, dass du den Vergleich zu Lunar Shadow ziehst. Max und ich sind zusammen zur Schule gegangen und immer noch gut befreundet. Wir haben damals häufiger mal gejammt und hatten sogar mit 15 mal eine Band, die allerdings nicht mal eine vollständige Probe absolviert hat. Max war immer ein Vorreiter, hat mich auf unzählige Bands aufmerksam gemacht (z.B. frühe Manowar, Dissection, die Liste könnte ich endlos fortführen). Macht er heute noch, dafür bin ich ihm sehr dankbar. Ich kam halt eher aus der Hard-Rock-Ecke, Purple, Rainbow etc., er war damals schon heavier unterwegs. Dafür habe ich schon mit 14 Wishbone Ash und Rory Gallagher gehört und bin erst später zum Metal gekommen, was durch die melodische Prägung natürlich rückblickend unumgänglich erscheint. Ich habe immer Max‘ Melodieführung und das klare Phrasing bewundert, das hatte er schon sehr früh. Allerdings empfinde ich die Musik von Lunar Shadow und Æternia trotz einiger gemeinsamer Einflüsse doch als sehr unterschiedlich. Wir sind deutlich rifforientierter, während Lunar Shadow trotz vieler starker Riffs für mich vor allem von den Leadgitarren lebt. Lunar Shadow empfinde ich auch als wesentlich „epischer“ und dem US-Metal näher (zumindest vor Wish to Leave), während wir deutliche Euro-Anleihen haben. Wir versuchen so ein bisschen den Spagat über den großen Teich, ohne uns dabei zu verbiegen. Mit dem dritten Bein landen wir auf der übernächsten Platte, für die ich bereits schreibe, wohl auch mal auf der Insel. Sorcerer: Volltreffer, stehe ich total drauf, hat sicherlich „Siren‘s Wrath“ irgendwo beeinflusst. Was die vor allem an den Gitarren veranstalten, sucht gegenwärtig wohl seinesgleichen. Tony Martin bei Black Sabbath: Kenne und schätze ich sehr (übrigens noch so ein Tipp von Max), aber würde ich jetzt nicht als direkten Einfluss sehen.

André: Wie war bislang das Feedback bezüglich The Quest

David: Sehr gut insgesamt. Wir haben ein paar tolle Reviews bekommen, bei denen es uns vor allem gefreut hat, wie tief die Leute in die Musik reingehört haben. Das ist schon ein Privileg, dass jemand sich mit dem selbst Geschaffenen derart feinsinnig auseinandersetzt. An dieser Stelle jedenfalls ein großes Dankeschön an alle, die die EP gekauft oder kommentiert haben. Das gibt uns mächtig Aufwind. Bisher haben wir noch kein passendes Label finden können. Es gab zwar erste Kontaktaufnahmen, aber bisher hat sich daraus noch nichts ergeben. Wir wollen unbedingt die EP und das kommende Album auch auf Vinyl veröffentlichen, da wäre ein Partner, der uns unterstützt sehr hilfreich. 

André: Plant ihr, im Jahr 2023 live aufzutreten? Gibt es hier bereits feste Termine, die wir uns im Kalender notieren sollten?

David: Aufgrund der herrschenden Umstände fällt es uns schwer, Auftritte zu planen. Im Fokus steht zur Zeit das neue Album. Danach wollen wir definitiv ein zünftiges Live-Set erarbeiten und unbedingt auftreten.

André: Auf welchen Festivals würdet ihr besonders gerne einmal auftreten?

David: Keep it True und Muskelrock. Danach können wir uns auflösen.

André: Bitte nicht – dann spielt lieber woanders, haha. Wie würdet ihr den Begriff Epik in Bezug auf Musik definieren?

Hendrik: Da hast du ein großes Thema für mich angeschnitten. Epik heißt, Themen anzuschneiden, die tief im kulturellen Gedächtnis sitzen, der Drang nach Abenteuer, der Beginn einer Reise, Kampf gegen das Übermenschliche oder der mehrdeutige Blick auf eine sagenumwobene Gestalt, die für ihren Mut gepriesen wird, aber aus moderner Perspektive ein Menschen-Schlächter ist. Es geht hier nicht um das Nacherzählen einer ganzen Geschichte, der kann man nur selten gerecht werden. Es hat seinen Grund, warum die Odyssee oder die Ilias immer noch stark zitierte Klassiker sind. Es geht um einen Moment, um ein Gefühl, wir versuchen, die Tragweite dieser einzelnen Szenen für diese großen Geschichten erlebbar zu machen. Die Musik, der Text und der Sound muss den Hörer ermöglichen, an der Seite der Legenden zu stehen, das ist episch.

André: 2022 neigt sich so langsam dem Ende entgegen. Welche Alben, die in diesem Jahr erschienen sind, haben euch besonders gut gefallen?

David: Für mich ganz klar: Dark ForestRidge & Furrow. Der Titeltrack hat mich total umgehauen, dieses Mainriff, fast schon poppig… Ansonsten ist einiges an toller Musik erschienen, aber vor allem habe ich Altes neu entdecken dürfen. 

André: Letzte Frage: Wie steht ihr zum Thema Streaming?

Hendrik: Es ermöglicht kleinen Bands wie uns, ein Publikum zu erreichen, das uns sonst verwehrt bleiben würde. Noch nie haben so viele Leute die Musik gehört, an der ich mitgewirkt habe. Es ist sehr inklusiv, man muss nicht mehr viel Geld ausgeben, um Teil der Community zu sein, das ist gut. Aber ein Stream ist wenig Commitment. Viele Streams heißt nicht unbedingt, dass Leute zu deinen Konzerten auftauchen, früher hatte man als Band sowas wie eine lokale Basis. Die gibt es immer noch, aber ich habe den Eindruck, dass sie kleiner geworden ist, allerdings auch treuer. Musik ist sehr viel Hintergrundbeschallung geworden und wenig bewusstes Hören. Aber das ist jetzt so ein richtiger Altherren-Rant. Wenn wir ehrlich sind, können wir uns in der Metalcommunity freuen, dass es unter uns so viele Musikenthusiasten gibt, die Demos hören, EPs kaufen, sei es als MP3, als CD, Vinyl oder als Stream.

David: Ich habe vor ein paar Monaten angefangen, komplett auf Vinyl umzusatteln. Ich genieße es total, mich hinzusetzen und einfach mal auf einer guten Anlage nur intensiv Musik zu hören, die Texte zu lesen und das Artwork zu betrachten. Gleichwohl möchte ich auf Streaming nicht verzichten, zum Beispiel im Auto oder bei längeren Fußwegen ist das ungeheuer praktisch. Letztlich also eher „sowohl als auch“ statt „entweder oder.“ Wichtig ist, dass man bei günstigen oder Gratisangeboten nicht vergisst, dass das, was man hört, nicht umsonst produziert wurde. 

André: Hendrik, David, ich danke euch herzlich für dieses sehr interessante Interview. Allen voran in Bezug auf die Label-Suche wünsche ich euch alles Gute. Ihr bewegt euch auf solch einem hohen Niveau, dass da doch jemand spätestens 2023 auf euch aufmerksam werden sollte. Für das nächste Jahr wünsche ich euch viel Glück – und bedanke mich abschließend auch für eure Treue auf unseren Social-Media-Kanälen. Es ist immer wieder toll für uns, wenn Bands regelmäßig bei uns lesen und interagieren.

It’s always nice when new bands appear out of nowhere and completely blow you away with their first release. A few weeks ago, Æternia from Siegen managed to do just that – in my opinion, their debut EP The Quest is one of the best things that has been released in our genre this year. Reason enough to take a closer look at the German quintet on our blog. We talked to David (guitar) and Hendrik (drums) about all kinds of topics – and fortunately got a lot of interesting answers. We hope you enjoy reading!

André: Your band has just been around since 2020, so please tell our readers how it came about. You are all experienced musicians who have been active in many other bands or are still active.

Hendrik: The initial spark came from David and Daniele. I only joined when it was already clear to them that they wanted to found a classic heavy metal band. We’ve known each other for ages and so we also share a love for old-school heavy metal. So I didn’t have to be asked twice.

David: Daniele, our singer, and I used to do 80s style hard rock/heavy metal in Daughters‘ Desire. Unfortunately, after years of no real gain, the air was out of there, so we only took 2 songs into our new band. (By the way, with Daughters‘ Desire we were able to posthumously release the album we had started years ago). We had always wanted to bring in heavier stuff, influenced by early Manowar for example, but not everyone in the band was up for it. So we were really happy to find such a great line-up with Æternia.

André: What is the meaning of the band name?

Hendrik: For me, Æternia is the basis of our stories, because our songs are nothing else. Most people of our age have direct associations with fantasy and ancient ages, so that’s the basis we feel thematically close to. It allows us to tell great stories. “Chasing the Wind“ is about pursuing your own goals, no matter how lofty, “March of Achilles“ sings of the will and strength of one of the greatest figures in Greek mythology. Æternia allows us to tell something very personal and then draw from the depths of history.

David: The “Æ“, i.e. the æsh, which occurs in the Old English alphabet, among others, is important, by the way. It’s etymologically bullshit, but ultimately an expression of our enthusiasm for past cultures and what they can still tell us today.

André: Your wonderful EP The Quest was released in July. Let’s start with the exterior: The artwork is by Adam Burke, my favourite artist. How did the contact come about? And can you tell us a bit more about your decision for this painting?

Hendrik: First of all, thank you very much for the fantastic review. The contact with Adam Burke was amazingly uncomplicated. We wrote to him and sent him a rough sketch of the scenery, which still looked very different from the beautiful result. Since he liked the basic concept, he agreed to design the cover. It’s about adventure, great rewards and great dangers, the group looks tiny against the fortress of a thousand towers and you can see in the background that it’s just the gatehouse for now. His first draft blew us away immediately and we knew that nothing could go wrong from then on.

André: In my opinion, The Quest is one of the best EPs released in 2022. Are you yourselves completely satisfied with the final result?

Hendrik: When you work long and hard on songs, the list of things you could change or do better is always quite long. That’s also the case here. But I try to see the EP as a snapshot, and I can say for myself that it’s the best music I’ve been allowed to play and record so far. I am extremely satisfied. But if there is a need for concrete criticism. I could have linked drums and guitar better in a couple of places and I think, in retrospect, more intensity/attitude and less top-heaviness would have been better on the drums. But I’ll try to do that better on the next album. But the drums sound “real“ with us, we want to keep that.

André: Which artists have influenced you most as a band? “Siren’s Wrath“, for example, reminds me a lot of the Tony Martin phase of Black Sabbath or the recent Sorcerer releases. Otherwise, the guitar playing often reminds me of Lunar Shadow. And following on from that: How would you classify yourselves stylistically?

David: Interesting that you draw the comparison to Lunar Shadow. Max and I went to school together and are still good friends. We jammed a lot back then and even had a band when we were 15, but we didn’t even have a full rehearsal. Max was always a trailblazer, made me aware of countless bands (e.g. early Manowar, Dissection, I could continue the list endlessly). He still does that today, and I’m very grateful to him for that. I came more from the hard rock scene, Purple, Rainbow etc., he was already heavier back then. On the other hand, I listened to Wishbone Ash and Rory Gallagher when I was 14 and only came to metal later, which seems inevitable in retrospect because of the melodic influence. I always admired Max’s melodic line and clear phrasing, he had that very early on. However, I find the music of Lunar Shadow and Æternia very different, despite some common influences. We are clearly more riff-oriented, while Lunar Shadow, despite many strong riffs, lives for me mainly from the lead guitars. I also find Lunar Shadow much more “epic“ and closer to US metal (at least before Wish to Leave), while we have clear Euro leanings. We try to do a bit of a balancing act across the pond without bending in the process. With the third leg, we’ll probably end up on the island on the next record but one, which I’m already writing for. Sorcerer: Bull’s eye, I’m totally into it, surely influenced “Siren’s Wrath“ somewhere. What they do, especially on the guitars, is probably unparalleled at the moment. Tony Martin with Black Sabbath: I know and appreciate him very much (another tip from Max, by the way), but I wouldn’t see him as a direct influence.

André: How was the feedback regarding The Quest so far?

David: Very good overall. We’ve had some great reviews, and we’ve been especially pleased with how deeply people have listened to the music. It’s a privilege to have someone so subtle about what you’ve created. At any rate, a big thank you to everyone who bought the EP or commented on it. That gives us a great boost. So far we haven’t been able to find a suitable label. There have been first contacts, but nothing has come of it yet. We definitely want to release the EP and the upcoming album on vinyl, so a partner who supports us would be very helpful.

André: Are you planning to perform live in 2023? Are there already fixed dates that we should note in our calendars?

David: Due to the prevailing circumstances, it is difficult for us to plan gigs. The focus at the moment is on the new album. After that, we definitely want to work on a proper live set and definitely want to perform.

André: Which festivals would you particularly like to play at?

David: Keep it True and Muskelrock. After that we can disband.

André: Please don’t – then play somewhere else, haha. A completely different topic: How would you define the term epic in relation to music?

Hendrik: You’ve touched on a big topic for me there. Epic means touching on themes that are deep in the cultural memory, the urge for adventure, the beginning of a journey, struggle against the superhuman or the ambiguous view of a legendary figure who is praised for his courage, but from a modern perspective is a butcher of men. This is not a retelling of a whole story; one can rarely do it justice. There is a reason why the Odyssey or the Iliad are still highly quoted classics. It’s about a moment, a feeling, we try to make the scope of these individual scenes tangible. The music, the lyrics and the sound have to allow the listener to stand alongside the legends, that’s epic.

André: 2022 is slowly coming to an end. Which albums released this year did you particularly like?

David: For me, definitely Dark ForestRidge & Furrow. The title track totally blew me away, this main riff, almost poppy… Apart from that, a lot of great music came out, but above all I was able to rediscover old stuff.

André: Last question: What do you think about streaming?

Hendrik: It allows small bands like us to reach an audience that would otherwise be denied to us. Never before have so many people heard the music I’ve been involved in. It’s very inclusive, you don’t have to spend a lot of money to be part of the community anymore, which is good. But one stream is little commitment. A lot of streams doesn’t necessarily mean that people turn up to your gigs, in the past as a band you had something like a local base. It still exists, but I have the impression that it has become smaller, but also more loyal. Music has become a lot of background noise and not much conscious listening. But that’s a real old-school rant now. If we are honest, we can be happy in the metal community that there are so many music enthusiasts among us who listen to demos, buy EPs, be it as MP3, CD, vinyl or stream.

David: I started switching completely to vinyl a few months ago. I totally enjoy sitting down and just intensely listening to music on a good stereo, reading the lyrics and looking at the artwork. At the same time, I wouldn’t want to do without streaming, for example in the car or on long walks, it’s incredibly practical. So ultimately it’s more “both and“ rather than “either or“. It’s important not to forget that what you’re listening to was not produced for free when it comes to cheap or free offers.

André: Hendrik, David, thank you very much for this very interesting interview. First and foremost, I wish you all the best with the label search. You are performing at such a high level that someone should take notice of you by 2023 at the latest. I wish you good luck for the next year – and finally I would like to thank you for your loyalty on our social media channels. It’s always great for us when bands regularly read and interact with us.

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